Ausbau der Partner- und Kundenbasis: Hornetsecurity übernimmt Spamfilter-Business von Avira

Avira trennt sich vom Geschäft mit Spamfilter-Lösungen. Es geht an Hornetsecurity, das Partner und Kunden auf seine eigenen Lösungen migrieren will. Der Hersteller verspricht einen reibungslosen Übergang und lockt mit einem großen Portfolio an Mail-Security- und Cloud-Security-Produkten.

Aus strategischen Gründen gibt Avira seine Spamfilter-Lösungen auf. Der deutsche Hersteller will sich künftig wieder stärker auf die Vermarktung seiner Antivirus-Produkte konzentrieren, hat aber mit Hornetsecurity einen ebenfalls deutschen Abnehmer für den Geschäftsbereich gefunden. Welche Summe dieser zahlt, wurde nicht bekanntgegeben. Hornetsecurity-Geschäftsführer Daniel Blank betont im Gespräch mit CRN allerdings, es sei Avira nicht ums Geld gegangen, sondern vor allem um einen sauberen Übergang für die betroffenen Kunden und Partner. »Das rechne ich ihnen hoch an«, sagt Blank.

Weil Avira seine Spamfilter-Lösungen – das selbst entwickelte »Managed Email Security« (AMES) und das 2010 aus den Niederlanden zugekaufte »Cleanport« – zuletzt kaum noch weiterentwickelt hatte, sollen diese eingestellt werden. »Wir waren nicht an der Technologie interessiert, denn die war nicht mehr State-of-the-Art«, erklärt Blank, »sondern an Kunden und Partnern.« Die wurden bereits kurz vor Weihnachten über die anstehenden Veränderungen informiert und werden bis voraussichtlich Ende März auf die Plattform von Hornetsecurity migriert. Man werde keine Systeme abschalten, die noch genutzt werden, verspricht der Geschäftsführer.

Die bisherigen Avira-Kunden sollen vom größeren Funktionsumfang und den höheren Erkennungsraten der Hornetsecurity-Lösung profitieren. Zudem erhalten sie Zugriff auf weitere Produkte des Sicherheitsspezialisten, der in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Portfolio an Mail-Security- und Cloud-Security-Lösungen aufgebaut hat – von Archivierung über Advanced Threat Protection bis zu Hosted Exchange und Mail-Verschlüsselung. Genau mit diesem Portfolio lockt der Hersteller auch die neuen Partner: Ihnen sollen sich zahlreiche zusätzliche Vertriebschancen eröffnen.

Zudem hat Hornetsecurity den neuen Partnern angeboten, sie zu bestehenden Konditionen zu übernehmen. Das Geschäft, das sie mitbringen, soll eins zu eins zu den von Avira zugesicherten Bedingungen weitergeführt werden, lediglich für Neugeschäft gelten die Konditionen von Hornetsecurity. Der Hersteller will den Übergang mit Webcasts, Trainings, Migrationstools und persönlicher Unterstützung möglichst einfach gestalten und die wechselwilligen Reseller schnell für das gesamte Portfolio fitmachen sowie ins eigene Partnerprogramm übernehmen. Blank zufolge hat man bereits mit fast allen Partnern persönlich gesprochen und die Resonanz sei ausgesprochen positiv.

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