Datenschutzbestimmungen bei der Videoüberwachung: »Wir begrüßen die DSGVO ausdrücklich«

Wie lässt sich die Vorgabe »Sparsamkeit bei der Datensammlung« der DSGVO mit Videoüberwachungssystemen in Einklang bringen? Im Interview erläutert Colin Lau von Reolink die Anforderungen an IP-Devices.

Sicherheitsstandards erkennen

IP-Kamerasystem (Foto: Reolink)

CRN: Hohe Sicherheitsstandards versprechen alle Anbieter. Wie können Reseller die Spreu vom Weizen trennen?

Lau: Einen geeigneten Anbieter erkennen Reseller anhand folgender Punkte: Das Produktsortiment wird ständig aktualisiert und entspricht aktuellen Sicherheitsstandards – sichtbar wird das, wenn Anbieter schnell auf Bugs Lösungen finden oder neue Techniktrends setzen. Die Produkte sind konkurrenzfähig hinsichtlich Funktion und Design. Der Hersteller arbeitet mit strengen Qualitätsstandards und verfügt über ein flexibles System des After-Sale-Services und ein sachkundiges Support-Team.

CRN: Wie können Nutzer die Sicherheit ihrer erworbenen IT-Produkte erhöhen?

Lau: Es ist ratsam, die Firmware und Software der Produkte rechtzeitig zu aktualisieren, wenn eine neue Version verfügbar ist. In den meisten Fällen können Nutzer eine automatische Aktualisierung einstellen. Es gilt die Faustregel: Eine alte Version ist gleichbedeutend mit einer unsicheren Version. Jeder Anwender sollte ein starkes Passwort für das Sicherheitsprodukt, den Router und das Heimnetzwerk usw. erstellen. Es sollte eine Mischung aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, die möglichst nicht auf der Tastatur zu finden sind, enthalten und lang genug sein. Wir empfehlen eine Passwortlänge von mindestens zwölf, besser 16 Zeichen. Tunlichst sollten auch Zugriffe im öffentlichen WLAN auf die verschlüsselten Geräte vermieden werden, um das Passwort gegen Diebstahl zu sichern.