Bundesbürger begrüßen DSGVO: Verbraucher misstrauen Unternehmen beim Schutz ihrer Daten

Die meisten Verbraucher sehen die EU-Datenschutzgrundverordnung positiv, weil sie sich von ihr einen besseren Schutz personenbezogener Daten versprechen. Der sei Unternehmen nämlich egal, so die Meinung der Mehrheit, die künftig bei Verstößen rechtliche Schritte erwägt und die Behörden informieren will.

Viele deutsche Verbraucher hegen einer Umfrage von Thales eSecurity zufolge ein tiefes Misstrauen gegen Unternehmen beim Umgang mit privaten Daten. Stattliche 45 Prozent meinen, der Schutz der Privatsphäre ihrer Kunden sei Firmen egal. Besonders schlecht schneidet der Einzelhandel ab, dem nur neun Prozent der Verbraucher vertrauen. Zum Vergleich: Bei der Finanzbranche sind es 21 und im Gesundheitswesen immerhin 32 Prozent.

Die riesigen Datenverluste bei großen Unternehmen, über die regelmäßig auch in den Massenmedien berichtet wird, aber wahrscheinlich auch die wachsende Flut von Spam und Werbemails haben die Bundesbürger für Datenschutzthemen sensibilisiert. Nur gut die Hälfte (53 Prozent) ist der Ansicht, dass sich der Schutz ihrer Privatsphäre in den vergangenen fünf Jahren verbessert hat. Etwas mehr als ein Drittel (35 Prozent) gibt an, beim Schutz personenbezogener Daten niemandem mehr zu vertrauen.

Dementsprechend kommt die EU-Datenschutzgrundverordnung, die im kommenden Mai in Kraft tritt, bei der Bevölkerung gut an. Sie verpflichtet Unternehmen nicht nur zu mehr Datenschutz, sondern räumt Verbrauchern auch neue Auskunftsrechte und das Recht auf Datenlöschung ein. Dementsprechend sieht die große Mehrheit der Befragten die DSGVO positiv und rechnet damit, dass sich der Schutz ihrer Daten im Internet verbessern wird (83 Prozent).

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