Neues EU-Geldwäschegesetz: Unternehmen drohen Bußgelder und öffentlicher Pranger

Die Europäische Union rüstet im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf. Das neue EU-Geldwäschegesetz bringt besonders für kleine Unternehmen organisatorische und finanzielle Belastungen. Was es dabei zu beachten gilt, erläutert Barbara Scheben, Rechtsanwältin bei KPMG.

Zentrales Transparenzregister

Mit dem GwG wird ein europaweites elektronisches Transparenzregister eingerichtet. Das Register speichert Informationen über den »wirtschaftlich Berechtigten« einer Gesellschaft, also diejenige Person, die hinter einem Unternehmen steht. Damit soll zum einen die Transparenz von Unternehmensstrukturen erhöht und zum anderen der Missbrauch von Gesellschaften zu Zwecken der Geldwäsche und ihrer Vortaten wie Steuerbetrug und Terrorismusfinanzierung erschwert werden. Die Verpflichteten müssen ein System installieren, das die Meldung ausgewählter Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten ihres Unternehmens an das Transparenzregister sicherstellt. Der Mitteilungspflicht ist erstmals bis zum 1. Oktober 2017 nachzukommen.