Identitätsmanagement: Interaktives Dashboard für den Umgang mit der DSGVO

Ein Profil- und Datenschutz-Management Dashboard hat Forgerock jetzt vorgestellt. Damit sollen Unternehmen künftig prüfen können, ob ihre Online-Produkte, -Lösungen und -Services die Anforderungen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen.

Im Mai wird es ernst

Ab dem 25. Mai 2018 unterliegen alle Unternehmen den Bestimmungen der DSGVO, die mit europäischen Kunden und Verbrauchern beziehungsweise deren Daten speichern. Die Datenschutz-Grundverordnung gibt den EU-Bürgern die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten zurück, auch wenn sie in privaten Drittsystemen gespeichert und verwaltet werden. Mit der Verordnung haben Einzelpersonen das Recht, Einblick zu erhalten, welche Daten von ihnen gespeichert sind und wer auf diese Daten zugreifen darf. Sie können ihre persönlichen Daten korrigieren und entscheiden, ob und wie die Daten anderweitig verwendet werden dürfen oder sie auch endgültig löschen. Bei Verstößen gegen die Verordnung drohen Unternehmen empfindliche Strafen, daher gilt es, die Datenschutz-Grundverordnung ernst zu nehmen.

Das neue Dashboard unterstützt neben dem »Recht auf Vergessen« die DSGVO-Anforderungen Recht auf Datenzugriff, auf Korrektur sowie das Recht, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen. »Das neue Forgerock-Dashboard unterstützt Unternehmen, neue Wege zu finden, um nachhaltige und langjährige Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen und den Verbrauchern die Kontrolle über alle ihre Informationen zu geben«, ist Hermann Wimmer, Senior Vice President International bei Forgerock überzeugt.

Die neue Forgerock-Plattform unterstützt zudem den UMA 2.0-Standard (User-Managed Access). Damit bestimmen Kunden und Mitarbeiter, wer einen Zugang zu den personenbezogenen Daten wie und wie lange erhält sowie unter welchen Bedingungen dieser Zugang erfolgen darf. Das ist für die GDPR (General Data Protection Regulation)-Anforderung und andere datenschutzrechtliche Vorschriften wichtig.

Darüber hinaus wurden WeChat, Instagram, Twitter und Salesforce in die Liste von Identity-Providern aufgenommen sowie Marketing-Tools wie Marketo und Adobe Campaign integriert. Unternehmen sollen dadurch Kundenprofile synchronisieren und kontinuierlich mithilfe von Datenaggregation in Echtzeit aktuelle Benutzerdaten sammeln können. Mit dem Profilmanagement- und Datenschutz-Dashboard steht Verbraucher eine Auswahl an Identity-Providern zur Verfügung, mit denen sie sich authentifizieren möchten.

Das Profil- und Datenschutz-Management Dashboard ist ab dem 27. Oktober 2017 erhältlich. Auf der Webseite des Unternehmens steht eine kostenlose Testversion zur Verfügung.

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