Ausblick auf die it-sa: Im Zeichen der DSGVO

Die it-sa hat sich als regelmäßiger Treff der Security-Branche etabliert und zieht Jahr für Jahr eine größere Zahl von Ausstellern und Besuchern an. In diesem Jahr steht neben dem Knüpfen neuer Kontakte und der Präsentation neuer Sicherheitslösungen vor allem ein Thema im Fokus: die EU-Datenschutzgrundverordnung, die für den Channel Herausforderung und Chance zugleich ist.

Die Berichterstattung zu Sicherheitslücken, Datenlecks und Cyber-Angriffen ist in den vergangenen Jahren auch zu einem Thema der Massenmedien geworden. Schon daran lässt sich erkennen, dass Security nicht mehr nur für einzelne Personen und Branchen von Relevanz ist, sondern für die Gesellschaft als Ganzes. Verantwortlich dafür sind die wachsende Flut und der wachsende Wert von Daten – sie sind mittlerweile Geschäftsgrundlage der meisten Firmen oder zumindest so wichtig, dass sie eines besonderen Schutzes bedürfen. Dazu kommt, dass sich die Angriffsfläche sowohl für Unternehmen als auch Verbraucher durch Mobilgeräte, Cloud-Dienste und unzählige Devices des Internet of Things deutlich vergrößert hat. Dadurch sind Daten zu einem attraktiven und oft auch viel zu leicht erreichbaren Ziel von Cyberkriminellen geworden. Es ist eine regelrechte Industrie entstanden, die Schadprogramme und Hacker-Tools entwickelt, vertreibt, einsetzt – selbst ausgefeilte Cybercrime-as-a-Service-Angebote gibt es.

Dementsprechend boomt das Business mit Sicherheitslösungen und Sicherheitsservices. Eine Entwicklung, die sich auch in der it-sa widerspiegelt, die in den vergangenen Jahren zu einem Pflichttermin für die deutsche Security-Branche geworden ist. Sie habe »sich zur europaweit größten IT-Sicherheitsfachmesse entwickelt«, betont it-sa-Chef Frank Venjakob im Interview mit CRN.

Nach der Rekordveranstaltung im vergangenen Jahr zieht die Messe um und findet 2017 erstmals in zwei Hallen auf dem Nürnberger Messegelände statt, den Hallen 9 und 10. So bietet sich deutlich mehr Ausstellern die Möglichkeit, sich Kunden und Partnern zu präsentieren. Über 580 werden es vom 10. bis 12. Oktober sein – rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Zudem gibt es erstmals drei internationale Gemeinschaftsstände, was die europaweite Bedeutung der it-sa unterstreicht. Die Chancen stehen gut, dass auch die Rekordbesucherzahl von über 10.000 noch einmal übertroffen wird.