Malwarebytes startet europäisches Channel-Programm: »Es liegt an uns, dass Partner die Motivation behalten«

Mit einem einheitlichen Partnerprogramm für Europa will Malwarebytes seinen Resellern attraktive Margen liefern und die Abwicklung von Projekten vereinfachen. Auf Umsatz- und Trainingsvorgaben verzichtet der Hersteller, da ihm vor allem eine unkomplizierte Zusammenarbeit wichtig ist.

Michael Gramse, Channel Manager DACH bei Malwarebytes

In den vergangenen Monaten hat Malwarebytes in der DACH-Region einen Vertrieb aufgebaut und kann mittlerweile auf rund 600 aktive Partner zählen, größtenteils kleine und mittelgroße Reseller, aber auch einige größere Anbieter. Das macht eine etwas differenziertere Behandlung der Partner notwendig, weshalb das alte Channel-Programm für Deutschland, Österreich und die Schweiz, in dem es nur eine einzige Stufe gab, abgelöst wird. Das neue Programm wird europaweit eingeführt, sodass seine Regeln auch in den anderen europäischen Ländern gelten. Dies vereinfacht für den Hersteller die Zusammenarbeit mit Partnern, die grenzübergreifend aktiv sind, und sorgt für eine leichtere Abwicklung von Projekten bei international aufgestellten Kunden.

Auf Umsatzvorgaben und vorab zu absolvierende Schulungen verzichtet Malwarebytes in seinem neuen Partnerprogramm. Man wolle keine künstlichen Barrieren mit willkürlich erscheinenden Kriterien errichten, erklärt EMEA-Chef Anthony O’Mara und betont: »Unsere Partner wissen selbst am besten, wie sie ihre Geschäfte erfolgreich vorantreiben können.« Ziel des Herstellers ist es, den Partnern den Einstieg möglichst leicht zu machen und sie im Tagesgeschäft nicht mit Trainings- und Zertifizierungsanforderungen zu behindern. »Sie legen einfach los«, beschreibt Michael Gramse, Channel Manager DACH, die Intention. Wenn es zeitlich passe, könnten sie dann die Trainings absolvieren oder sich vor Ort vom Hersteller schulen lassen.

Für die Einstufung im Programm ist allein die Zahl der pro Monat abgeschlossenen Deals entscheidend. Alle drei Partner-Level bieten einen Basis-Discount von 15 Prozent. Dazu kommen im Silber-Level, für das ein oder zwei registrierte Deals benötigt werden, weitere fünf Prozent. Im Gold-Level, das ab drei Deals erreicht ist, sind es zehn und im Platin-Level, für das sieben Deals notwendig sind, 20 Prozent. So können die Partner recht schnell aufsteigen. »Und dann liegt es an uns, dass sie die Motivation behalten«, sagt Gramse. Man stelle NFR-Lizenzen bereit, biete regelmäßig neue Webinare und liefere zahlreiche Leads. »Wenn ein Partner aber mal einen Monat mit einem Projekt weniger hat, werden wir sicher nicht mit eisernem Besen kehren und ihn herabstufen«, verspricht er.

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