Troll-Angriffe, Fake News, Diffamierungen: Wie sich Unternehmen gegen Cyber-Mobbing wehren

Beleidigungen und Verunglimpfungen im Internet treffen vermehrt auch Unternehmen – mit grenzenloser Reichweite und kaum abschätzbarem Schaden für Marke und Reputation. Unternehmer sind dem aber nicht schutzlos ausgeliefert.

Die richtige Reaktion gegen Cyber-Mobbing

Wenn ein Unternehmen oder ein Unternehmer das Ziel von Cyber-Mobbing ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Wichtig ist: Eine Reaktion ist nicht in jedem Fall sinnvoll. Das Vorgehen richtet sich hauptsächlich nach der Art der Attacke.

· Shitstorm: Ein sogenannter Shitstorm, bei dem Nutzer ein Produkt oder ein Unternehmen kritisieren, legt sich meist schnell wieder. Juristisch dagegen vorzugehen ist aufwändig und schwierig. Es bringt mehr, den Shitstorm auszusitzen, auf die Vorwürfe nicht zu reagieren oder sie mit positiver Kommunikation zu überlagern. Anders verhält es sich, wenn ein Rädelsführer die Kampagne immer wieder befeuert. Ihn kann man belangen, sofern er ermittelbar ist.

· Social-Media-Attacke: Eine ähnliche Herausforderung gibt es auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter. In der Regel bleiben die Urheber des Cyber Mobbing anonym, betroffene Unternehmen können aber die Plattform in Haftung nehmen und auf die Diffamierung hinweisen. Die Plattform kontaktiert den Urheber und bittet um Stellungnahme. Die Beiträge werden gelöscht, wenn sie die Urheber nicht verteidigen. Verlassen kann man sich darauf jedoch nicht. Gerade bei Facebook lässt sich nicht immer nachvollziehen, welchen Beitrag die Plattform als anstößig empfindet. Ein Beispiel: Das Foto einer blanken Brust verschwindet sofort, ein Hakenkreuz nicht.

Grundsätzlich gilt: Setzt sich der Urheber des problematischen Beitrags mit dem Vorwurf auseinander, geht es zurück an den Betroffenen. In der Regel werden Cyber Mobbing-Inhalte jedoch nicht verteidigt.