Endian sucht Partner für die Absicherung von Industrie 4.0: »In der Industrie sind wir weiter als andere Security-Hersteller«

Viele Unternehmen vernetzen derzeit ihre Produktionsanlagen und brauchen dafür spezielle Sicherheitslösungen. Hier will der Südtiroler Hersteller Endian mit einer durchdachten Kombination aus Absicherung, Monitoring und Fernwartung punkten. Für deren Vertrieb sucht er noch Partner.

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Am ehesten ist der Südtiroler Sicherheitsspezialist Endian für seine Firewall- und UTM-Lösungen bekannt, da er die Software als Open Source veröffentlicht und eine große Community um sich geschart hat. Gegen die etablierten Security-Hersteller hat es das Unternehmen dennoch nicht leicht, wie auch CEO Raphael Vallazza im Gespräch mit CRN einräumt. Der Markt sei umkämpft und als kleiner Anbieter tue man sich schwer, im UTM-Bereich gegen die Branchengrößen anzutreten. Daher positioniert sich Endian mittlerweile verstärkt als Security-Anbieter für Industrie 4.0, weil die Nachfrage nach speziellen Sicherheitslösungen für Produktionsumgebungen stark wächst.

»Im Industriebereich sind wir weiter als andere Security-Hersteller«, betont Vallazza, befasse man sich doch schon seit Jahren mit dem Thema. Angefangen hatte das bereits 2011, als der Baumaschinen- und Hausgerätehersteller Liebherr wegen einer ­Monitoring- und Fernwartungslösung anfragte. Die bietet Endian mittlerweile auch für andere Kunden an, und das sehr erfolgreich. »Viele Kunden suchen nur eine Industrie-Firewall und wissen gar nicht, dass sie ihre gesamte Fertigungsstraße zentral steuern und überwachen können«, so der CEO. Denn Endian sichert nicht nur die einzelnen Maschinen, sondern verbindet diese über ein VPN mit einer zentralen Oberfläche für die Verwaltung und das Monitoring der Geräte. Diese wurde »Switchboard« getauft und kann sowohl on-premise installiert als auch in der Cloud beim Hersteller oder einem Dienstleister betrieben werden. Da sie mandantenfähig ist und es erlaubt, das Branding anzupassen, eignet sie sich gut für Service-Spezialisten.

Darüber hinaus hat der Hersteller sehr viel Wert darauf gelegt, seine Lösung genau an den Bedürfnissen von Industriekunden auszurichten. »Diese sind Experten in ihrem eigenen Bereich, aber in der Regel nicht für IT und Security«, erklärt Vallazza. Gebraucht werden Systeme, mit denen auch ein Feldtechniker zurechtkommt, der sich mit IT nicht auskennt. Die Endian-Geräte verbinden sich daher selbstständig mit Switchboard, wo sie der Techniker über einen Aktivierungscode lediglich authentifizieren muss. Anschließend läuft die Konfiguration automatisch ab und kann von einem IT-Administrator zentral übernommen werden.

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