Bewertung mit mehr als 1,4 Milliarden Dollar: Dell bringt SecureWorks an die Börse

Dell will den Sicherheitsspezialisten SecureWorks an die Börse bringen. Erwartet wird ein Ausgabekurs zwischen 15,50 und 17,50 Dollar. Damit wäre die Firma, die Dell 2011 für 612 Millionen Dollar gekauft hatte, mehr als 1,4 Milliarden Dollar wert.

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Bereits im vergangenen Dezember hatte Dell angekündigt, mit SecureWorks an die Börse gehen zu wollen. Damals wurde der Sicherheitsanbieter mit etwa zwei Milliarden Dollar bewertet; nachdem sich das Börsenklima aber abgekühlt hat, sind auch die Erwartungen gesunken. Wie einer aktuellen Eingabe bei der SEC zu entnehmen ist, rechnet Dell mit einem Ausgabekurs zwischen 15,50 und 17,50 Dollar, womit SecureWorks gut 1,4 Milliarden Dollar wert sein könnte.

SecureWorks soll unter dem Kürzel »SCWX« an der Nasdaq gehandelt werden und initial zwischen 134,3 und 154,9 Millionen Dollar erlösen. Das Geld soll der SEC-Eingabe zufolge dazu dienen, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen, um etwa neue Produkte zu entwickeln, die Bekanntheit im Markt zu vergrößern, das Wachstum anzukurbeln oder Übernahmen zu tätigen. Es ist nicht geplant, die Einnahmen an Dell – oder den anderen Eigner Denali – weiterzureichen, sodass sie für die Finanzierung der 67 Milliarden Dollar schweren EMC-Übernahme nicht zu Verfügung stehen. Dell ist hier weiter auf der Suche nach Käufern für Quest und Sonicwall, nachdem Perot Systems bereits für 3,9 Milliarden Dollar an NTT abgegeben wurde.

SecureWorks wurde 1998 gegründet und hat eigenen Angaben zufolge mehr als 4.200 Kunden in 59 Ländern. Das Unternehmen bietet Security Intelligence- und Incident Response-Dienste sowie Managed Security-Services an. Es war 2011 von Dell übernommen worden – ein Kaufpreis wurde damals nicht genannt, Medienberichten zufolge zahlte Dell jedoch 612 Millionen Dollar für den Sicherheitsanbieter. Dieser erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 339,5 Millionen Dollar und damit ein deutliches Plus gegenüber den 262,1 Millionen Dollar im Jahr davor, schreibt aber rote Zahlen. Im vergangenen Jahr musste er einen Verlust von 72,3 Millionen Dollar ausweisen, im Jahr zuvor lag das Minus bei 38,5 Millionen Dollar.