Entfernung kaum möglich: Neuer Trojaner kapert Android-Geräte

Auf Android-Geräte abgesehen hat es ein neuer Trojaner, vor dem Kaspersky jetzt warnt. Der Schädling mit dem Namen Triada versteckt sich im Hauptspeicher des infizierten Geräts.

Kaspersky warnt vor einem Trojaner, der sich in Android-Geräten versteckt.
(Foto: tobiasbg - Fotolia.com)

Bei dem jetzt von Kaspersky Labs entdeckten Trojaner handelt es sich um eine neue, sehr komplex und modular arbeitende Malware, die sich gegen die Android-Plattform richtet. Die Schädlingsversionen nisten sich im Hauptspeicher eines infizierten Geräts ein und sind daher kaum zu erkennen und zu entfernen. Einmal installiert, kann Triada laufende Prozesse von Android modifizieren (Zygote-Prozess). Wird ein Gerät infiziert, nistet sich ein Triada-Trojaner in diesem Prozess ein und wirkt dann auf alle nachfolgend ausgeführten Apps auf dem Gerät. Dadurch kann sich auch die jeweilige Logik der Anwendungen verändern.

Endgeräte mit Android 4.4.4 und früher sind besonders gefährdet. Der Trojaner kann SMS-Mitteilungen modifizieren, die von anderen Apps verschickt werden. Für den Anwender bleibt das nicht ohne Folgen: Werden also zum Beispiel innerhalb einer Anwendung, etwa einem Spiel, via Kurzmitteilung In-App-Käufe getätigt, können die Cyberkriminellen diese Meldungen so manipulieren, dass das Geld nicht bei den Spieleentwicklern ankommt, sondern zu ihnen umgeleitet wird.

Einmal installiert, lässt sich die Malware kaum noch von den infizierten Geräten entfernen. Den Anwendern bleibt nur, das Smartphone oder Tablet komplett neu zu »rooten« und die schadhaften Anwendungen manuell zu entfernen. Alternativ muss laut dem Sicherheitsunternehmen ein Jailbreak des Android-Systems durchgeführt werden.

Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von Marco Primus , 07:24 Uhr

ich kann mir allerdings das nur vorstellen wenn man unbekannte Quellen erlaubt und das gerät komolett "offen" hat. Und wo besteht die gefahr das man sich den Virus holen kann? Einen Werbeartikel wie Kaspersky einen Virus oder Malware angeblich findet ist zu wenig wenn es dafür keine echten beweise gibt. Das ist aus meiner Meinung eine PR um User zu Kaspersky zu triebn und kostenpflichtige Software zu konsumieren. Solange man vernünftig und bedacht mit sienem Smartphone umgeht wird einem eine solcher angriff warscheinlich seeeehr unwarscheinlich ereilen. Und es ist bereits erwiesen das geräte mit AntiVirensoftware voren automatisch "anziehen" da vom system dies so gewolt ist denn wenn man jahrelang von der software nicht von erfolgreicher abwehr informiert wird kauft sie sich doch keiner mehr. Und das wäre gegen den Hersteller der Software. Man sollte einfach mitdenken beim Anwenden von Geräten und des Internets. Sie lassen ja auch nicht Ihr Auto mit dem Fenster offen und sagen oh mein Got jemand ist in meine Auto eingebrochen. LG

PS: Ja der vergleich hinkt ist aber in der Realität belegt.

Antwort von Karl , 07:56 Uhr

Und wie bekommt man diesen Troianer wie kann man sich schützen?

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Antwort von mylo , 15:47 Uhr

Ja, die wesentliche Info fehlt. Wie fängt man sich das Ding ein?