Wallix baut deutschen Channel auf: »Türöffner für die Transformation zum Service-Provider«

Gemeinsam mit Softshell will der französische Sicherheitsanbieter Wallix mit seiner Lösung für Privileged Access Management den deutschen Markt erobern. Interesse kommt derzeit vor allem von Mittelständlern, die sich mit Compliance-Vorgaben und IT-Sicherheitsgesetz herumschlagen.

Dominique Meurisse, Chief Operating Officer bei Wallix
(Foto: Wallix)

Die Kontrolle, welche Benutzer mit welchen Zugriffsrechten in ihrer Infrastruktur unterwegs sind und was sie mit diesen tun, stellt viele Firmen vor eine Herausforderung. Gerade weil die Zahl der Systeme wächst, mit denen die Mitarbeiter arbeiten, und oft auch externe Dienstleister oder Kunden einbezogen werden müssen. Mit seiner »Wallix Admin Bastion«-Suite bietet der französische Sicherheitsspezialist Wallix eine Lösung, die Zugriffsverwaltung, Passwortmanagement und Monitoring übernimmt. Auf dem Heimatmarkt ist er damit bereits sehr erfolgreich und zählt etwa Michelin und PSA Peugeot-Citroën zu seinen Kunden. Nun schickt sich der Hersteller an, auch den deutschen Markt zu erobern und setzt dabei auf die Unterstützung durch Softshell. Der VAD sei weit mehr als ein Distributor, erklärt Dominique Meurisse, Chief Operating Officer bei Wallix, im Gespräch mit CRN.

Softshell übernimmt unter anderem die Lokalisierung von Website und Anwendungen für Wallix, hilft bei der Schulung der Partner und im Bereich Pre-Sales; zudem ist der VAD in Projekte involviert. »Die Distribution kommt erst am Ende und macht nur einen kleinen Teil unserer Aufgaben aus«, sagt Softshell-CEO Gerald Hahn. Er habe in den vergangenen Jahren mit unzähligen Herstellern gesprochen, die auf den deutschen Mark streben. Wallix habe das solideste Konzept und gehe am strukturiertesten vor. »Wenn jemand in Deutschland erfolgreich sein kann, dann Wallix«, ist er sich sicher.

Zum strukturierten Vorgehen zählt, dass ein deutsches Team aufgebaut wird. Bis Ende des Quartals soll dieses auf sechs Mitarbeiter anwachsen. Man habe bewusst darauf geachtet, als ersten Mitarbeiter einen Techniker für den Bereich Pre-Sales einzustellen, um Proof-of-Concepts (PoCs) durchführen zu können, so Meurisse. »Denn wir gewinnen die Kunden über das Produkt.« Dieses kommt ohne Agenten aus und soll sehr schnell und einfach zu implementieren sein. Viele Kunden hätten schlechte Erfahrung mit Projekten im Bereich Privileged Access Management (PAM) gemacht, weil diese oft komplex seien und sich lange hinzögen. Mit Wallix sei das anders, verspricht er, die WAB Suite lasse sich innerhalb eines Tages in Betrieb nehmen.

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