Backup für große Mittelständler: Carbonite kauft EVault-Sparte von Seagate

Der Backup-Spezialist Carbonite übernimmt für 14 Millionen Dollar den Business-Bereich EVault von Seagate. Durch die Erweiterung des Portfolios kann er künftig größere Mittelständler besser adressieren.

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Carbonite hat sich mit Seagate auf eine Übernahme der EVault-Sparte des Festplattenherstellers geeinigt. Für 14 Millionen Dollar kauft der Backup-Spezialist den Anbieter von Business Continuity- und Disaster Recovery-Lösungen, für den Seagte 2006 noch 185 Millionen Dollar gezahlt hatte. Die Akquisition der nordamerikanischen EVault-Assets soll noch im Januar 2016 abgeschlossen werden, die der EU-Assets im Laufe des ersten Quartals des Jahres.

»Mit der Übernahme macht Carbonite einen großen Schritt vorwärts, um Data Protection und Business Continuity für den gesamten SMB-Markt von Home Offices bis zu mittelständischen Unternehmen abdecken zu können«, sagte Mohamad Ali, President und CEO von Carbonite. Mit EVault runde man das Portfolio ab und könne auch größeren Unternehmen die Features bieten, die sie für ihre komplexen Infrastrukturen benötigen.

Carbonite adressiert mit seinen Backup-Lösungen vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen und stößt mit den EVault-Lösungen in den Bereich mit mehr als 500 Mitarbeitern vor. EVault bietet neben einer Software für Cloud-Backup und -Recovery auch Backup-Appliances sowie Failover-Services aus der Cloud.

In der DACH-Region ist Carbonite seit gut einem Jahr aktiv und will nach dem Server-Backup im kommenden Jahr auch die Lösungen für die Sicherung von Endpoints vertreiben – zunächst allerdings nur die für Windows. Auch die Backup-Appliances sollen möglichst bald den Weg in den deutschsprachigen Markt finden, so die Pläne von DACH-Chef Thomas Kasper.