Verschärfte Bedrohungslage: Datenschutz und Verschlüsselung sind für deutsche Firmen am wichtigsten

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage wird nach Einschätzung von Sicherheitsexperten in diesem Jahr weiter zunehmen. Dementsprechend steht vor allem Datenschutz hoch im Kurs.

(Foto: Natalia Merzlyakova / Fotolia)

Der Schutz firmeneigener, geschäftskritischer Daten vor dem Zugriff von Unbefugten hat für deutsche Unternehmen in diesem Jahr die höchste Priorität und ist einer der wichtigsten Gründe, in IT-Sicherheit zu investieren. Das geht aus dem Report »IT Sicherheit 2015« (PDF) des Internetverbandes Eco hervor, für den dieser 280 Experten zur IT-Sicherheit in deutschen Firmen befragt hatte. 87 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Bedrohungslage weiter verschärft, und so ist es auch wenig überraschend, dass 59 Prozent mit steigenden oder stark steigenden Ausgaben für IT-Sicherheit rechnen.

Das wichtigste Security-Thema ist Datenschutz – 88 Prozent der Experten stufen ihn als wichtig oder sehr wichtig ein. Direkt dahinter rangieren zudem weitere Themenfelder, die in eine ähnliche Richtung zielen: Die Verschlüsselung der Kommunikation und die Verschlüsselung von Daten, die bei 81 beziehungsweise 80 Prozent der Befragten große Bedeutung hat.

Zudem hat sich offenbar herumgesprochen, dass Security-Lösungen allein nicht ausreichen und ein umfassendes Sicherheitskonzept die Mitarbeiter mit einbeziehen muss. Daher halten 78 Prozent der Befragten die Sensibilisierung der Mitarbeiter für wichtig. Weitere hoch relevante Themen sind der Umfrage zufolge Schadsoftware im Web und Mobile Device Security (jeweils 74 Prozent) sowie die Notfallplanung (73 Prozent).

Dass die Bedrohungslage durchaus real ist, zeigt sich daran, dass immerhin ein Drittel der Sicherheitsexperten in den letzten Jahren einen oder mehrere gravierende Sicherheitsvorfälle in ihren Unternehmen zu verzeichnen hatte. Im Trend liegt auch weiterhin das Outsourcing von IT-Sicherheit an externe Dienstleister, das nach Meinung von 45 Prozent der Befragten zunimmt oder stark zunimmt. Allerdings: Im vergangenen Jahr rechneten hier noch deutlich mehr Experten mit einem Wachstum – die große Euphorie flaut wohl etwas ab.