Umfrage von F-Secure: Problemzone Passwort

Viele Internetnutzer »schützen« mehrere wichtige Benutzerkonten mit dem gleichen Passwort und gehen damit hohes Sicherheitsrisiko ein.

Viele Nutzer sollten ihre Passwörter für wichtige Online-Konten ändern, Foto: Marco2811/Fotolia

Der sichere Umgang mit Passwörtern bereitet selbst technisch versierten Internetnutzern häufig Probleme: 43 Prozent nutzen das gleiche Passwort für mehr als ein wichtiges Benutzerkonto, obwohl dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Sicherheitsspezialisten F-Secure, die auf Social Media-Kanälen durchgeführt wurde.

58 Prozent der Befragten haben über 20 passwortgeschützte Online-Konten – oder einfach zu viele, um den Überblick über ihre Passwörter zu behalten. 27 Prozent haben zwischen elf und 20 passwortgeschützte Konten und 15 Prozent weniger als zehn Online-Konten. Aber selbst mit vielen Accounts nutzen nur 40 Prozent der Befragten einen Passwort-Manager, um den Überblick zu behalten. Allerdings haben 57 Prozent ihre Passwörter geändert, nachdem sie von Heartbleed erfahren hatten.

Von den schlechten Angewohnheiten in Sachen Passwort war die häufigste, den Namen eines Familienmitglieds zu verwenden. Die zweithäufigste schlechte Angewohnheit war die Nutzung eines Kosenamens, gefolgt von generischen Passwörtern wie »Passwort« oder »123456«.

Um die Passwortproblematik wirklich in den Griff zu bekommen, sind starke, separate Passwörter für jedes Konto nötig. Genau dies erscheint jedoch vielen Benutzern zu aufwändig. Zudem sind die Ratschläge, wie man Passwörter generieren und verwalten sollte, häufig unübersichtlich. »Wählen Sie die kritischen Konten aus, die es zu schützen gilt und stellen sie sicher, dass die Passwörter für diese Konten einzigartig und stark sind«, rät Sean Sullivan, Security Advisor bei F-Secure angesichts der Fülle an – teils widersprüchlichen Tipps – die Nutzer aktuell zum sicheren Umgang mit Passwörtern erhalten.

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