Schwerpunkte

Unterschiedliche Verfügbarkeiten kombinieren

Energie sparen: HP ändert ihr Rechenzentrumsmodell

11. März 2009, 12:55 Uhr   |  Werner Veith

Energie sparen: HP ändert ihr Rechenzentrumsmodell

Mit dem Hybrid-Modell für den Bau von Rechenzentren will Hewlett-Packard Infrastruktur-Kosten und Energie sparen.

Mit einem Hybrid-Ansatz will Hewlett-Packard beim Bau von Rechenzentren die Kosten für Infrastruktur und Energie verringern. Dabei richtet sich der Ausbau nicht mehr nur nach der höchsten geforderten Verfügbarkeit.

Typischer Weise richten Unternehmen die Verfügbarkeit ihres Rechenzentrums (RZ) an den Applikationen aus, die den höchsten Bedarf haben. Mit einem hybriden Ansatz will Hewlett-Packard dieses starre Konzept durchbrechen. Dazu kommen unterschiedliche Zonen in einem RZ zum Einsatz, die unterschiedliche Verfügbarkeitstufen bereitstellen. Derzeit gibt es vier verschiedenen Zonen-Ebenen (Tiers). HP gibt an, dass ein Unternehmen beispielsweise mehrere Millionen einsparen kann: Dazu kombiniert es die Verfügbarkeitsebenen IV und II anstatt alles durchgehend auf IV auszurichten.

Weiter lassen sich durch den hybriden Ansatz auch die Baukosten verringern. HP gibt an, dass sich bei einem Rechenzentrum mit 5000 Quadratmetern die Kosten um 24 Prozent reduzieren lassen. Dadurch verringert sich die notwendige IT-Ausstattung oder redundante Stromversorgung oder Kühlung. Da auch ein Rechenzentrum keine statische Angelegenheit ist, sieht das Modell von HP vor, dass sich die Zonen an wechselnde Anforderungen anpassen lassen.

Der erste Schritt für ein hybrides Rechenzentrum beginnt bei der Analyse und anschließenden Priorisierung der Prozesse und Applikationen. Dabei ergeben sich dann die geschäftskritischen Applikationen, die über entsprechende Redundanz abgesichert werden müssen. Weiter hilft die Untersuchung, Anwendungen mit ähnlichen Bedürfnissen zu gruppieren und gemeinsam in Zonen im Rechenzentrum unterzubringen.

HP setzt das hybride Rechenzentrumsmodell im Rahmen ihrer Services zur Planung von solchen Einrichtungen um. Diese Dienste sind Teil der »Critical Facilities Services«.

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