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Cisco plant Massenentlassungen

Bei der Konzentration auf "wachstumsstarke Bereiche" wird Cisco voraussichtlich bereits ab diesem Monat Tausende von Stellen streichen. Die Reaktion der Partner: überwiegend positiv.

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Cisco plant Massenentlassungen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters  unter Berufung auf bestens informierte Kreise berichtet, könnte eine offizielle Ankündigung der Entlassungen schon diese Woche erfolgen, genauer gesagt direkt nach der Veröffentlichung von  Finanzzahlen für sein zweites Quartal 2024, die Cisco für den 14. Februar angekündigt hat. Auf die eine Nachfrage von CRN in den USA  zu möglichen Massenentlassungen hatte Cisco bis zum Redaktionsschluss am Freitag nicht reagiert.

Im vergangenen Jahr hatte Cisco etwa 4.000 Mitarbeitern und so etwa 5 Prozent seiner Belegschaft gekündigt. Seinerzeit wurde das Ziel ausgegeben:  "das Gleichgewicht" wiederherzustellen und weitere Kosteneinsparungen zu erzielen, zum Teil durch Entlassungen, aber auch durch die Verkleinerung von Büroflächen. Inzwischen konzentriert sich Cisco auf die Vereinheitlichung seines Cybersicherheits-Portfolios und die Steigerung seines Security-Marktanteils.  

Meinungen aus dem Channel 

Der CEO eines Top-Cisco-Partners, der anonym bleiben will, sieht die Entlassungen als ein Zeichen dafür, dass Cisco wieder zu einer schlanken, vertriebsorientierten Organisation werde, die sich auf wachstumsstarke Bereiche wie Sicherheit und Netzwerke konzentriere. "Cisco hat massiv in zusätzliche Mitarbeiter investiert, darunter auch in einige Leute, die recht selbstgefällig waren", sagte er. "Ich hoffe, dass die Entlassungen bedeuten, dass sie zu einem basisorientierten Verkaufs- und Innovationsstil zurückkehren."

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte Cisco insgesamt 84.900 Personen. Bisher hat das Unternehmen noch keine WARN-Ankündigung bei den zuständigen US-Behörden eingereicht. WARN steht für Worker Adjustment and Retraining Notification, eine für börsennotierte Unternehmen in den USA gesetzlich vorgeschriebene Meldung, wenn Stellenstreichungen das Niveau von Massenentlassungen erreichen.

Brian Swisher, eine hochrangige Führungskraft beim Cisco-Großpartner Advizex/Fulcrum IT, zeigte sich nicht besorgt um mögliche Auswirkungen der Entlassungen auf den Channel. Er sieht die Entlassungen als Zeichen dafür, dass Cisco seinen Fokus auf wachstumsstarke Bereiche richte und sich damit noch stärker auf die Partner konzentriere.

"Ich sehe das als einen Schritt von Cisco, ihr Wachstum durch die Zusammenarbeit mit Partnern in den Bereichen KI, Netzwerke und Sicherheit zu steigern", so Swisher. "Cisco strukturiert sich ständig um, um Kunden und Partner besser zu unterstützen. Ich betrachte das als ein Vertrauensvotum für die Partner. Außerdem bestätigt das die Investitionen, die wir bei Advizex in 'Everything as a Service' und in wachstumsstarke Lösungen für Kunden getätigt haben, die sich auf Produkte und Dienstleistungen von Cisco und Splunk stützen."

Ein leitender Vertriebsmitarbeiter eines Top-Partners, der ebenfalls anonym bleiben will, ist davon überzeugt, dass die Stellenstreichungen vor allem in stagnierenden Geschäftsbereichen erfolgen würden. "Cisco konzentriert sich auf die Talente, die es braucht, um sicherzustellen, dass KI-Lösungen für Partner an vorderster Front stehen, egal ob es um Sicherheit, Rechenzentrumsmanagement, Cloud oder Netzwerkautomatisierung geht. Und in Wachstumsbereichen wie Sicherheit und Managed Services werden sie weiter einstellen", so der Partner. 

Andere Befragte betrachten die "Entlassungen als großartige Gelegenheit für schnell wachsende Partner, um Mitarbeitende mit starken technischen Fähigkeiten oder Vertriebsbeziehungen für uns zu gewinnen."  

 

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