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Ingram Micro will Resellern Türen der Kunden öffnen - mit neuer Securityberatung

Sich nur auf das Reselling von Security-Produkten verlegen, kann man machen, aber man bleibt austauschbar und die Türe zu höherwertigen Services bleiben zu. Ingram Micro will das ändern. Markus Vogt hat dafür ein neues Konzept. Es soll sogar den Notfall abdecken und Bekanntschaften mit Krokodilen verhindern.

Martin Fryba
clock • Lesezeit 3 Min.
Ingram Micro-Manager Markus Vogt, Experte für Cybersecurity beim Distributor in Deutschland.
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Ingram Micro-Manager Markus Vogt, Experte für Cybersecurity beim Distributor in Deutschland.

Selbst für die Banane gibt es in der EU eine eigene Norm, so dass sich das Deutsche Institut für Normung (DIN) mit des Deutschen Lieblingsobsts und sonstiger Früchte nicht mehr zu beschäftigen braucht. Aber sehr wohl mit IT-Security. Dafür gibt es den Normenausschuss NA 043: Informationstechnik und Anwendungen, Untergremium NA 043-01-27 AA Informationssicherheit, Cybersicherheit und Datenschutz, mit fünf Untergremien des Untergremiums. Alles behördenstreng eingeteilt und an der DIN SPEC 27076 - eine Norm, wie man einen Cyberrisiko-Check bei kleinsten und kleinen Unternehmen bis 49 Mitarbeiter durchführen soll, haben fast 20 Organisationen, IT-Grundschutzexperten und Auditoren acht Monate lang gearbeitet. Jetzt haben ambitionierte Reseller wenigstens einen Leitfaden an der Hand, mit dem sie Unzulänglichkeiten bei der IT-Sicherheit in kleinen Unternehmen herausfinden und dokumentieren können. Ein erster Schritt, mehr aber auch nicht.  

Die Beschreibung in der DIN SPEC 27076, wie so ein Bericht auszusehen hat, ist länger als die im Katalog festgelegten Fragen. Immerhin lesen die auditierten Unternehmen in diesem Bericht Handlungsempfehlungen, und Reseller, die es bis dorthin geschafft haben, dürfen darauf hoffen, dass sie diese auch umsetzen können. Türöffner DIN SPEC 27076?

Vielleicht geht es, weniger bürokratisch, besser mit Ingram Micro. "Wir nähern uns nicht über die Vorstellung von Produkten oder das Eruieren von allgemeinen Kundenanforderungen an, sondern wir versetzen die Reseller in die Lage, direkt die konkreten Security-Schwachstellen aufzugreifen", sagt Ingram Micro-Manager Markus Vogt, Experte für Cybersecurity beim Distributor in Deutschland.

Vogt hat einen Plan, "Cyber Security Transformation Program", der zwar keine DIN-Nummer trägt, aber Resellern die Türen bei Kunden öffnen soll. Schneller und womöglich viel weiter als DIN SPEC 27076, wobei Experten wie René Floitgraf von der Floitgraf Consulting GmbH viel auf diese Norm setzen. Erst recht sollte sie verbindlich für Kleinunternehmen werden.

So lange will Vogt und sein Team nicht warten. Security ist schließlich das Top-Thema und Ingram Micro bietet Resellern Unterstützung an - ab dem ersten Kundenkontakt bis hin zur Architektur komplexer Sicherheitslösungen. Cyber Security Transformation Program sei modular aufgebaut, Reseller könnten "je nach Know-how und Ressourcen genau die Services buchen, die notwendig sind".

Ganzheitliche Sicherheitsstrategie

Das Tool dafür heißt "Eyesight Public Discovery Scan", mit dem sie die Sicherheitslücken ihrer Kunden aufdecken und mit diesen Erkenntnissen ins Kundengespräch gehen können. Ist die Tür beim Kunden ersteinmal geöffnet, kämen die Security Services als Kernelement des Programms zum Tragen, so der Distributor. Am Ende soll eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie für den Kunden stehen.

Und sollte es zum Security-Notfall kommen? Der DIN SPEC 27076 munitionierte Reseller könnte in diesem schlimmsten Fall so ratlos dastehen wie sein lahm gelegter Kunde. DIN wehrt nun mal keine Hacker ab, die schon im Hause, respektive Netzwerk sind. Incident Management und die Emergency Services von Ingram Micro womöglich schon. Sie sollen "verlässliche Soforthilfe" bieten. Abgerundet werde Cyber Security Transformation Program mit verschiedenen Support-Elementen: Financial Services, Trainings oder Services zum Aufbau und zur Optimierung des Geschäftsmodells als Managed Service Provider.

Markus Vogts Tipp an Reseller, die noch nie in die Rolle eines Hackers geschlüpft sind: Einfach mal mitten rein in einen schönen Pool springen und schauen, wer schneller an der Treppe ankommt: der Reseller oder das Krokodil.

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Anpackende Ingenieure, mutige Kaufleute, verrückte Self-Made-Glücksritter und jede Menge Pleitiers, über die CRN aus dem Channel berichtet. CRN? Channel? Dem Journalisten Martin Fryba wird 2001 als Einsteiger in den ITK-Handel schnell klar: Wer in die CRN kommt, findet im ITK-Channel Gehör – bisweilen mehr als ihm liebt ist. Die Goldenen Zeiten des PC-Zeitalters neigen sich zwar dem Ende zu, als Fryba für die weltweit bekannte, führende Channel-Publikation das Ressort „Börse & Finanzen“ sowie „Systemhaus“ auf- und ausbaut. Spannend bleibt es für den Journalisten allemal: Die Internetblase platzt, der Neue Markt wird wenige Jahre später nach zahlreichen Skandalen eingestellt, E-Commerce verändert den IT-Handel und die Distribution. Zunächst ASP, später Cloud Computing und Managed Services, aktuell Security, KI und Vernetzung und Enablement in Partnerökosystemen: Innovationen treiben das Business der Hersteller und ihrer Partner in einem heute äußert dynamischen IT-Markt an. Eine spannendere Branche gibt es nicht für Martin Fryba, der über Technologie und Strategien des Marktzugangs berichtet und mit tagesaktuellen Nachrichten den Channel auf dem Laufenden hält.

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