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Telekom nimmt Univention in seine "Open Source Collaboration" auf

Die Politik fordert eine Deutschland-Cloud und digital souveräne Applikationen, Telekom und Partner-Hersteller von Open Source-Lösungen liefern die an Kommunen und Behörden. Über den Magenta-Konzern gibt es jetzt den Lösungsstack Univention Corporate Server (UCS). Davon werden auch die vielen Partner wie Bechtle oder ACP profitieren, wenn der Bremer Hersteller bekannter wird.

Martin Fryba
clock • Lesezeit 2 Min.
2005 in Bremen gegründet, beschäftigt der Open Source-Spezialist Univention 80 Mitarbeiter.
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2005 in Bremen gegründet, beschäftigt der Open Source-Spezialist Univention 80 Mitarbeiter.

Es ist mehr als nur eine Distributions- und Technologiepartnerschaft, die der Bremer Hersteller Univention mit Deutsche Telekom geschlossen hat. Wer es als Hersteller von Open Source-Lösungen in die von der Telekom geschaffene "Open Source Collaboration" geschafft hat und die gleiche Idee verfolgt - die IT-Infrastruktur von Behörden und Verwaltungen auf die von EU und Bundesregierung propagierte digitale Souveränität auszurichten  -, hat einen starken Vermarkungspartner im Rücken und kann von dessen Bekanntheit profitieren. Nicht nur Univention selbst verspricht sich als Technologielieferant der Telekom eine höhere Marktdurchdringung. Die Partnerschaft wird auch den anderen Vertriebspartnern nutzen, die Univention-Lösungen vertreiben. Und das sind gar nicht wenige Systemhäuser, zu denen in DACH so bekannte Namen wie Bechtle, ACP oder Adfinis in der Schweiz gehören.

Die Telekom bündelt in ihrer "Open Source Collaboration" Hersteller, die mit quelloffener Software Transparenz und damit Kontrolle über Daten und digitale Identitäten der Benutzer versprechen. Dateibearbeitung, Videokonferenzen, Messenger-Dienste oder Kalenderfunktionen, alle auf Basis von Open Source, würden einen souveränen Verwaltungsarbeitsplatz für Behörden schaffen - "effizient, sicher und unabhängig von proprietären Softwarelösungen", verspricht Telekom.

Mit dabei nun die Bremer Open-Source-Firma Univention, sie sich selbst als "führender Anbieter für souveräne Identitätsmanagement-Lösungen" bezeichnet. "Univention Corporate Server (UCS) wird in dem neuen Lösungsstack das komfortable und sichere Management aller digitalen Benutzer und deren Zugriffsrechte ermöglichen," teilen die Norddeutschen mit.  Zudem steuern sie ein Webportal bei, über das ein einfacher Zugriff auf die unterschiedlichen IT-Dienste ermöglicht werden soll.

"Open Source Collaboration" bietet die Telekom als Gesamtlösung an, bei der die einzelnen Dienste über standardisierte APIs integriert sind. Neben Univention gehören dazu unter anderem Lösungen wie Nextcloud, Open-Xchange, ownCloud, Jitsi oder Matrix. Kunden können diese Lösungen als kompletten Stack oder nur einzelne Module daraus nutzen. Außerdem gibt es die Wahlmöglichkeit, die Lösung im eigenen Rechenzentrum zu betreiben oder als Software-as-a-Service, beispielsweise der Open Telekom Cloud, zu nutzen.  

Zu den Kunden von Univention zählen viele Kommunen und Behörden, vor allem aber auch Schulen. Das Unternehmen wurde von Peter Hinrich Ganten 2005 gegründet, seit letztem Jahr ist auch Stefan Gohmann Geschäftsführer von Univention. Knapp 80 Mitarbeiter beschäftigt der Hersteller.

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