ACS Group jetzt mit doppelter Zeman-Power

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Um den von ihm gegründeten IT- und Bildungsdienstleister ACS Group in die Zukunft zu führen, holt Stefan Zeman seinen Sohn Moritz mit in die Geschäftsführung. Dass der das Zeug zum Nachfolger hat, konnte er in den letzten Jahren unter anderem mit einem enormen Wachstum der elternfinanzierten iPad-Klassen beweisen.

"Moritz kennt das Unternehmen, unsere Kunden und die Herausforderungen im Bildungsmarkt seit mehr als fünf Jahren und hat in dieser Zeit maßgeblich zum Wachstum der ACS Group beigetragen. Mit seinem Know-how und seiner Innovationskraft werden wir das Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln." ACS-Gründer Stefan Zeman (re.) befördert seinen Sohn Moritz zum Co-Geschäftsführer (Foto: ACS Group)

Einer der häufigsten Fehler bei Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen ist, dass die Gründer den Übergang zu spät oder gar nicht einleiten, weil sie sich zu lange an ihr "Baby" klammern, statt die Verantwortung abzugeben. Eine Falle, die Stefan Zeman tunlichst vermeiden will. Um sowohl die vor knapp 30 Jahren von ihm gegründete ACS Group als auch den als seinen Nachfolger auserkorenen Sohn Moritz rechtzeitig auf die Zukunft vorzubereiten, holt er diesen nun mit in die Geschäftsführung. So wollen sie als Co-Geschäftsführer frühzeitig einen geordneten Übergang einleiten und damit auch den Mitarbeitern und Kunden Kontinuität signalisieren.

"Mir war es wichtig, Verantwortung nicht abrupt zu übergeben, sondern strukturiert und mit Weitblick", erklärt Stefan Zeman. Dementsprechend lange hat er diesen Schritt vorbereitet. Schon während seines Wirtschaftsingenieurswesen-Studiums begann Moritz 2020 als Werkstudent im Unternehmen und konnte dort seither immer mehr Verantwortung übernehmen. Ab 2022 führte er als Business Manager Education bereits einen der wichtigsten Bereiche des auf Apple spezialisierten Dienstleisters, der im Schulumfeld besonders stark vertreten ist. In dieser Position konnte Moritz zahlreiche Schlüsselprojekte zur Digitalisierung von Schulen umsetzen, darunter die Betreuung von rund 450 Schulen in Bayern im Rahmen des Projekts "Digitale Schule der Zukunft".

Die Zeit ist reif für den Junior-Chef

Die ACS Group hat sich erfolgreich auf Apple und zugehörige Services für den Bildungssektor spezialisiert und das Geschäft mit elternfinanzierten iPad-Klassen auf einen zweistelligen Millionenumsatz ausgebaut (Foto: ACS Group)

Dass nun der Zeitpunkt für den nächsten Schritt gekommen ist, macht sein Vater an mehreren Faktoren fest. Allen voran die Bereitschaft des Sohnes, in diese Fußstapfen zu treten und diesen Weg zumindest eine Zeit lang gemeinsam zu gehen: "Ich freue mich sehr, dass mein Sohn bereit ist, die ACS Group weiterzuführen." Hinzu kommen eine wirtschaftlich gute Lage nach einem starken Jahr 2025 sowie organisatorische Veränderungen, die ebenfalls in die Zukunft weisen. Die größte davon ist der Bau eines neuen Firmengebäudes, in das die Gruppe einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Neben zusätzlichem Platz für die bald fast 100 Mitarbeiter soll die neue Heimat mit Raum für moderne Arbeitswelten, Schulungsflächen sowie nachhaltiger Gebäudetechnik ebenfalls den Weg in die Zukunft weisen, wie der Gründer betont: "Der Neubau steht für Wachstum, aber auch für Stabilität und langfristiges Denken in einem Familienunternehmen."

Im Gespann aus Vater (54) und Sohn (29) wird sich der Senior künftig vorwiegend auf Vertrieb, Ausschreibungen und die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe konzentrieren, während der Junior die Bereiche Marketing, Prozessoptimierung, Mobile Device Management (MDM), Elternfinanzierung sowie Human Resources übernimmt. Gemeinsam wollen sie das kontinuierliche Wachstum fortschreiben, die Marktführerschaft ausbauen und die ACS Group damit langfristig als verlässlichen Partner für digitale Bildung positionieren. "Digitale Bildung funktioniert nur, wenn Technik, Pädagogik, Finanzierung und Weiterbildung zusammengedacht werden", weiß Moritz Zeman um den Bedarf der Schulen, dessen umfassende Erfüllung zugleich Erfolgsfaktor des Familienunternehmens ist. "Unser Anspruch ist es, Schulträger und Schulen langfristig zu begleiten und ihnen Lösungen anzubieten, die im Alltag wirklich funktionieren – ohne jegliche Hürden für Lehrkräfte und Schüler:innen."

Erfolgsmodell elternfinanzierten Tabletklassen

"Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Vater und dem gesamten Team die erfolgreiche Entwicklung der ACS Group fortzusetzen und aktiv an der Zukunft digitaler Bildung mitzuwirken." Moritz Zeman, Co-Geschäftsführer, ACS Group (Foto: ACS Group)

Wie gut das der ACS gelingt, zeigt ihr kontinuierliches stabiles Wachstum. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen einen Nettoumsatz im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich verbuchen. Ein besonderes Erfolgsmodell sind dabei die elternfinanzierten Tabletklassen, von denen in den letzten zehn Jahren rund 5.000 realisiert werden konnten – mehr als die Hälfte von ihnen unter der Verantwortung von Moritz Zeman, der innerhalb von fünf Jahren für eine Verzehnfachung des Umsatzes auf ein heute mittleres zweistelliges Millionenvolumen sorgte. Nach eigenen Angaben ist ACS in Deutschland Marktführer in diesem Segment und betreut insgesamt etwa 4.000 Schulen bundesweit, davon 800 in Bayern. 2024 schaffte die ACS damit sogar den Sprung unter "Bayerns Best 50", mit denen der Freistaat die wachstumsstärksten mittelständischen Unternehmen im Freistaat auszeichnet.

Damit sind in allen Bereichen beste Voraussetzungen geschaffen, dass Moritz Zeman beizeiten auch die Gesamtverantwortung übernehmen und den Pionier, der als erster Full-Service-Provider im Bildungsbereich früh Maßstäbe gesetzt hat und heute unter anderem auch personalisierte Onlineshops für Schulen (www.TeacherStore.de) und Eltern (www.TabletKlasse.de) anbietet, in eine erfolgreiche Zukunft führen und kann.

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