TrendAI tritt exklusiver Cybersicherheits-Initiative Project Glasswing von Anthropic bei

Schwachstellen in Software erkennen und schließen – in den richtigen Händen soll das mit Claude Mythos Preview schnell und zuverlässig gehen. Security-Anbieter TrendAI kooperiert mit Anthropic.

Ein Unternehmen, das wie TrendAI künstliche Intelligenz im Firmennamen führt, kennt keine Furcht vor KI (Foto: Rachel Jin/Linkedin)

Entwicklung einstweilen stoppen, weil der Mensch die Kontrolle über die rasant fortschreitende Technologie der künstlichen Intelligenz zu verlieren droht? Anthropic-Gründer Dario Amodei warnt ein weiteres Mal vor KI, brachte unlängst ein Moratorium für KI-Entwicklung ins Spiel. Es wird wohl ins Leere laufen, denn dass sich alle bedeutenden KI-Firmen an die von Amodei empfohlene Denkpause halten werden, ist doch sehr unwahrscheinlich. Angst vor KI haben diese vier Herren und Rachel Jin im Bildvordergrund nicht.

Rachel Jin ist Chief Platform and Business Officer, arbeitet seit 17 Jahren für den japanischen IT-Security-Riesen Trend Micro, der kürzlich sogar in TrendAI umfirmierte. Artificial Intelligence ist für Jin und ihre Kollegen keine Gefahr, sondern im Gegenteil: "Wir verfolgen gemeinsam mit Anthropic das Ziel, mithilfe von KI sämtliche Software sicherer zu machen", sagt die Managerin. Vorausgesetzt, KI ist in den richtigen Händen, also bei ihr und ihrem Team von TrendAI. Es geht um Claude Mythos Preview, die KI von Anthropic. Supergau oder Panikmache? Während einige Experten das Ende klassischer Security-Ansätze prognostizieren, sehen andere Claude Mythos als gut beherrschbar oder sogar als hilfreiche Abwehrverstärkung an.

Programmieren und logisches Denken beherrscht Claude Mythos Preview so gut, dass sie eigenständig tief im Code von Betriebssystemen oder Cloud-Plattformen nach Sicherheitslücken (Zero-Day-Schwachstellen) suchen und diese selbständig aufdecken kann. Zugang zu Claude Mythos Preview haben nur sehr wenige Unternehmen. Anthropic gewährt sie nur jenen, die an der Initiative Project Glasswing teilnehmen. TrendAI ist nun aufgenommen worden und komplettiert den Kreis zahlreicher Branchen-Schwergewichte wie AWS, Apple, Broadcom, Cisco, CrowdStrike, Google, JPMorganChase, die Linux Foundation, Microsoft, Nvidia und Palo Alto Networks.

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Widerstandsfähigkeit verbessern

Project Glasswing ist für TrendAI mehr Chance als Risiko, denn KI beschleunige die Schwachstellenerkennung "erheblich", so TrendAI. Man sehe Glasswing als positives Signal für die Branche und als Teil eines umfassenden, kollaborativen Ökosystems, "zu dem das Cybersecurity-Unternehmen seit Jahrzehnten gemeinsam mit Organisationen wie Anthropic aktiv beiträgt", schreibt TrendAI in einer Pressemitteilung zur Teilnahme am Project Glasswing.

"Organisationen sind zunehmend auf Software angewiesen, die massiv skalieren und geschäftskritische Funktionen unterstützen kann. Project Glasswing bietet eine wichtige Gelegenheit, um zu erkunden, wie fortschrittliche KI Softwareanbieter dabei unterstützt, Schwachstellen früher zu erkennen sowie die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Systeme zu verbessern, auf die sich Kunden täglich verlassen", sagt Rachel Jin.

TrendAI reihe sich in eine wachsende Gemeinschaft von Organisationen ein, die an Project Glasswing teilnehmen, um besser zu verstehen, wie hochmoderne und fortschrittliche KI-Modelle defensive Sicherheitsmaßnahmen unterstützen und die Sicherheit kritischer Softwareinfrastruktur verbessern können. "Die im Programm gewonnenen Erkenntnisse fließen in branchenweite Bemühungen ein, die Sicherheit des digitalen Ökosystems zu stärken", so TrendAI.

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