Zscaler setzt im KI-Boom auf Partner und Services

Die stark steigende Nachfrage nach Cybersicherheit infolge der zunehmenden Verbreitung von KI und agentischen Systemen führt bei Zscaler zu einer noch größeren Abhängigkeit von den Partnern, erläutert Channel-Chef Anthony Torsiello im Gespräch mit CRN. "Partner sind das Lebenselixier", so Torsiello.

Chennel-Chef Anthony Torsiello will die Beziehungen zu den Partnern weiter vertiefen (Foto: Zscaler)

Zscaler stellt Partner in den Mittelpunkt seines großen Vorstoßes rund um KI-Sicherheit und Enablement. Dazu gehört laut Channel-Chef Anthony Torsiello auch eine wachsende Abhängigkeit vom Channel, wenn es darum geht, neues Wachstum zu generieren und Services rund um die erweiterte Plattform des Cybersicherheitsanbieters zu liefern. Im Interview mit CRN sagten Torsiello (im Bild) und weitere Channel-Verantwortliche von Zscaler, dass die stark wachsende Kundennachfrage nach Cybersicherheit, angetrieben durch die breite Einführung von KI und agentischen Systemen, die Rolle der Partner weiter vergrößert.

"Die Entwicklung beim Wachstum ist stark. Und Partner sind das Lebenselixier", sagte Torsiello, Senior Vice President für das globale Partnerökosystem bei Zscaler. "Wenn sie die Technologie verstehen und die Beziehungen zu den Kunden haben, dann werden wir auf diese Weise wachsen."

Torsiello und weitere Channel-Verantwortliche von Zscaler sprachen mit CRN während der unternehmenseigenen Konferenz Zenith Live 2026 in Las Vegas. Dort stellte der Sicherheitsanbieter seine neuesten KI-Sicherheitsfunktionen vor und hob zugleich die Leistungsfähigkeit seiner Zero-Trust-Sicherheitsplattform bei der Bewältigung KI-beschleunigter Cyberrisiken hervor. Entscheidend ist, dass "unsere Partner ein sehr wichtiger Teil dieser Reise waren", unterstrich Zscaler-Gründer und CEO Jay Chaudhry am Dienstag während seiner Keynote auf der Konferenz.

Partner-Perspektive

Das bestätigten auch Führungskräfte einiger Top-Partner des Herstellers, nach deren Dafürhalten Zscaler die richtigen Schritte geht, um die Zusammenarbeit mit Lösungs- und Service-Providern in einem sich schnell verändernden Umfeld zu vertiefen. "Sie waren schon immer sehr partnerfreundlich", befand etwa Lucas Marquardt, Vice President of Sales bei der in Houston ansässigen Alchemy Technology Group. "Jetzt stellen sie Partner noch stärker in den Vordergrund."

Das ist entscheidend, weil Zscaler laut David Gottesman, President und CEO des in San Francisco ansässigen Zscaler-Serviceprovider-Partners EpicCyber, über ein äußerst leistungsfähiges Technologieportfolio verfügt, das korrekt konfiguriert werden muss, um effektiv genutzt zu werden. Dadurch entsteht laut Gottesman eine große Rolle für Partner mit spezialisiertem Fachwissen, die den Betrieb der Zscaler-Plattform ermöglichen und ihren reibungslosen Einsatz sicherstellen, während die Plattform kontinuierlich erweitert wird. Unterm Strich "lösen wir dieses Kompetenzproblem", erklärte er.

Services im Fokus

Zu Zscalers Partnerstrategie gehört laut den Verantwortlichen ein klarer Fokus darauf, die Servicechancen für Partner über die gesamte breitere Plattform hinweg auszubauen. Während Partner bei Zscalers frühen Kernprodukten anfangs womöglich noch keine besonders großen Servicechancen sahen, hat sich das mit der Erweiterung der Plattform geändert – insbesondere in Bereichen wie Branch- und Datensicherheit, so Torsiello. Zscaler habe außerdem entschieden, im Commercial-Segment – also bei Kunden mit 5.000 oder weniger Nutzern – selbst keine Services anzubieten und sich stattdessen bei diesen Leistungen vollständig auf Partner zu verlassen, sagte er am Montag während des Zscaler-Partnergipfels in Las Vegas. "Wir wollen, dass unsere Partner dieses Segment ganzheitlich bedienen", sagte Torsiello und ergänzte, dass "partnergeführte Services" auch künftig ein zentraler Wachstumstreiber für Zscaler bleiben werden.

Speziell im Bereich KI-Sicherheit schafft Zscalers Zero-Trust-Architektur laut Melissa Nacerino, Vice President für globales Partner-Marketing bei Zscaler, eine besondere Grundlage für von Partnern erbrachte Services. Die Bündelung so vieler Fähigkeiten in Zscalers Zero Trust Exchange adressiere direkt "das, was unsere Kunden von uns verlangen, nämlich: Wie kann ich KI und agentische KI sicher einführen und nutzen?", erklärte Nacerino. "Das ist eine enorme Chance für unsere Partner, Services aufzubauen und entsprechende Practices zu entwickeln."

Letztlich spielen Partner eine wesentliche Rolle dabei, Kunden zu helfen, Zscaler zur Modernisierung ihrer Netzwerke im KI-Zeitalter zu nutzen, so Nitin Gulati, Vice President für den weltweiten Vertrieb an globale Systemintegratoren. Zscaler ist auf eine enge Zusammenarbeit mit Partnern angewiesen, "um die gesamte Bandbreite der Transformation für unsere Kunden zu erreichen", zeigte sich Gulati überzeugt.

Fokus auf Partner

Unterdessen ist auch Zscalers Initiative Project AI-Guardian ein weiteres wichtiges Beispiel dafür, wie das Unternehmen Partner an den Chancen im Bereich KI-Sicherheit beteiligen will, sagten die Verantwortlichen. Die Initiative, die sich zunächst auf globale Systemintegratoren und Technologieallianzen konzentriert, soll laut Zscaler dabei helfen, fortschrittliche KI-Fähigkeiten für Sicherheitsbewertungen auf den Markt zu bringen. Langfristig solle die Initiative auch auf eine breitere Partnerbasis ausgeweitet werden, so die Verantwortlichen.

Gleichzeitig bleibt der Channel laut Zscalers Channel-Verantwortlichen trotz der großen Aufmerksamkeit für neue KI-Modelle und verwandte Technologien im Zentrum des Ansatzes, Kunden zu erreichen. Letztlich ist dies "für uns ein Moment, in dem es nicht nur um die Technologie geht – sondern auch um die Partner, die uns helfen können, sie in den Markt zu bringen“, so Torsiello.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

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