Pax8 will MSPs helfen, KI in die Praxis zu überführen

Rob Rae, Channel-Chef von Pax8, erklärt im Interview mit CRN, wie der Cloud-Distributor MSPs mit Hilfestellungen, Unterstützung und Vorbildern dabei helfen will, KI in die Phase der Umsetzung zu bringen – sowohl als Hilfsmittel für das eigene Geschäft, als auch in Form von replizierbaren Services und sinnvollen Angeboten für ihre Kunden.

"Unser Geschäft wächst nur, wenn MSPs wachsen. Indem wir ihnen helfen, KI zu verstehen, ihnen Weiterbildung und Schulungen bieten und sie mit den richtigen Tools verbinden, bauen sie stärkere Unternehmen auf." Rob Rae, Corporate Vice President of Community and Partner Experience, Pax8 (Foto: Pax8)

Mit seinem Managed Intelligence Program will Pax8 MSPs dabei begleiten, KI im eigenen Unternehmen einzuführen und zugleich wiederholbare Services zu entwickeln, die sie ihren Kunden anbieten können. "Wir haben das ‚Warum‘ behandelt. Wir haben das ‚Wie‘ behandelt. Jetzt geht es darum: ‚Lasst es uns umsetzen‘", erklärte Rob Rae, Corporate Vice President of Community and Partner Experience bei Pax8, gegenüber CRN. "Es ist ein sehr umfassendes Programm, das MSPs dabei unterstützt, KI nicht nur im eigenen Unternehmen einzuführen, sondern sie auch an ihre Endkunden verkaufen zu können."

Statt lediglich Technologie bereitzustellen, kombiniere das Programm Schulungen, Unterstützung bei der Implementierung und Geschäftsvorlagen, damit Partner Kundengespräche besser führen können. "Welche Art von Gespräch sollte man führen? Wie sollte man beginnen? Wir haben eine Reihe von Vorlagen und Ressourcen erstellt, um diesen MSPs zu helfen", führte Rae aus. "Das ist mit dem Agent Store verknüpft, in dem wir inzwischen tatsächlich Agenten haben, die MSPs einsetzen und nutzen können. Während sich diese Technologie weiterentwickelt, stellen wir Schulungen, Weiterbildung, Unterstützung, Leitlinien – alles, was sie brauchen – zusammen mit der eigentlichen Technologie bereit."

Diese Initiative spiegle Pax8s Überzeugung wider, dass Distributoren und Marktplätze eine umfassendere Verantwortung tragen, als Partner lediglich mit Softwareanbietern zu verbinden, ergänzte er. "Anbieter integrieren KI in ihre eigenen Produkte, aber jedes davon ist nur ein Teil des Geschäfts eines MSP", sagte er. "Der Backup-Anbieter arbeitet an KI, der Cybersicherheitsanbieter arbeitet an KI, aber jemand muss helfen, all das zusammenzuführen."

Im kommenden Jahr will Pax8 frühe Anwender identifizieren und sie zu Musterbeispielen für den übrigen Channel machen. "Ich denke, wir lernen schneller, wenn wir sehen, wie Menschen es tatsächlich umsetzen", erläuterte er. "Wir wollen Partner finden, die KI implementieren, verstehen, was funktioniert hat und was nicht, wo es Schwierigkeiten gab und welche Erfolge erzielt wurden, und sie auf die Bühne holen, damit sie diese Erfahrungen mit allen anderen teilen."

CRN sprach mit Rae außerdem über die Rolle von Pax8 bei der Weiterentwicklung von MSPs zu Managed-Intelligence-Anbietern, über das Global Partner Program und über die Ziele mit Partnern im kommenden Jahr.

CRN: Wie hat sich der Austausch mit Partnern über KI in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt?

Rob Rae: Vor zwölf Monaten haben wir auf der Beyond in Denver den Bericht "Agentic Inflection Point" vorgestellt. Dabei ging es im Kern um das "Warum". Warum sollten sich MSPs dafür interessieren? Worüber sollten sie nachdenken? Wofür sollten sie planen? Zu diesem Zeitpunkt gab es außerhalb von Microsoft noch nicht viele Anwendungen, die im SMB-Umfeld gut funktionierten.

Dann haben wir auf der Beyond EMEA das Managed Intelligence Playbook vorgestellt. Das wurde zum "Wie". Es gab den Partnern Ansätze, wie sie über ihr Geschäft nachdenken, mit Kunden über KI sprechen und sich auf das Kommende vorbereiten können. Jetzt sind wir in der Umsetzungsphase. Wir haben das Warum behandelt. Wir haben das Wie behandelt. Jetzt heißt es: "Lasst es uns umsetzen."

CRN: Was bietet das Managed Intelligence Program Partnern dafür?

Rae: Es soll MSPs dabei unterstützen, KI im eigenen Unternehmen einzuführen, und ihnen zugleich die Werkzeuge an die Hand geben, um Services für ihre Kunden aufzubauen. Es geht nicht nur um Technologie. Es geht um Gesprächsleitfäden. Um Vorlagen. Um Best Practices. Um Training. Es ist mit unserem Agent Store verbunden, in dem Partner tatsächlich beginnen können, KI-Agenten zu nutzen. Während sich KI weiterentwickelt, wollen wir sicherstellen, dass Weiterbildung, Unterstützung, Orientierung und Technologie für Partner zusammenwirken.

CRN: Was priorisieren Sie also im kommenden Jahr?

Rae: An erster Stelle steht die Schaffung von Bewusstsein. So groß die Beyond auch ist, sie erreicht dennoch nur einen kleinen Teil unserer gesamten Partnerbasis – und es geht nicht nur um Pax8-Partner. Es geht um die MSP-Branche insgesamt. Wann immer ich spreche oder präsentiere, ist das Ziel, die breitere Community zu informieren. Wenn daraus Pax8-Partner werden, großartig. Aber entscheidend ist, die Branche voranzubringen.

Der zweite Teil besteht darin, die Partner zu finden, die das tatsächlich bereits tun. Wir brauchen Beispiele. Wir brauchen Erfolgsgeschichten. Wir müssen verstehen, was funktioniert hat, was nicht, wo sie Schwierigkeiten hatten und was sie gelernt haben. Wir werden schneller lernen, wenn wir realen MSPs dabei zusehen, wie sie KI implementieren, als wenn wir nur über Theorie sprechen.

Ob ein Ein-Personen-MSP gerade erst anfängt oder ein großer Anbieter bereits KI-Agenten entwickelt – es soll alles seinen Platz finden. Die Realität ist, dass sich dieser Markt nahezu täglich verändert. Neue Technologien und neue Funktionen entstehen ständig. Die Herausforderung besteht also nicht nur darin, anzufangen, sondern kontinuierlich Bewusstsein zu schaffen. Selbst die größten MSPs bedienen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Im Kern geht es darum, diesen MSPs zu helfen, KI in etwas Sinnvolles für ihre Kunden zu übersetzen und gleichzeitig ihre eigenen Abläufe zu verbessern.

CRN: Was ist aus Sicht der Partner derzeit die größte Herausforderung beim Thema KI?

Rae: Die größte Herausforderung besteht schlicht darin, zu wissen, wie man das Gespräch beginnt und wie man es fortführt. Viele SMB-Kunden verstehen noch immer nicht wirklich, was KI für sie bedeutet. Einige sind besorgt, manche halten sie für zu teuer, andere glauben, sie seien zu klein, um davon zu profitieren. Es gibt weiterhin Skepsis – manche halten KI für eine Blase. Andere lehnen sie ab, weil sie Angst vor den Folgen haben. Genau hier glauben wir helfen zu können. Wir können MSPs Sicherheit geben, diese Gespräche zu führen.

CRN: Warum sieht sich Pax8 in der Verantwortung, die KI-Initiative für MSPs voranzutreiben?

Rae: Unsere Position im Ökosystem ist tatsächlich ziemlich einzigartig. Jeder Anbieter integriert KI in seine eigenen Produkte, aber das ist nur ein Ausschnitt aus dem Geschäft eines MSP. Der Backup-Anbieter hat KI. Der Security-Anbieter hat KI. Die Produktivitätsanbieter haben KI. Jemand muss Partnern helfen, all diese Teile miteinander zu verbinden. Die meisten Pax8-Partner beziehen mehrere Technologien über unseren Marktplatz, daher sind wir in der Lage, alles zusammenzuführen.

Unser Geschäft wächst nur, wenn MSPs wachsen. Indem wir ihnen helfen, KI zu verstehen, ihnen Weiterbildung und Schulungen bieten und sie mit den richtigen Tools verbinden, bauen sie stärkere Unternehmen auf.

CRN: Sie erweitern außerdem den Partner Advisory Council global. Was ändert sich?

Rae: Wir haben seit Jahren Partner Advisory Councils in verschiedenen Regionen, aber sie haben weitgehend unabhängig voneinander gearbeitet. Die Americas hatten ihre Gruppe, EMEA hatte ihre Gruppen und so weiter. Was wir jetzt tun, ist, diese regionalen Councils global zusammenzuführen. Es wird weiterhin lokale Vertretung geben, aber nun schaffen wir Möglichkeiten für Partner aus unterschiedlichen Regionen, voneinander zu lernen, denn ehrlich gesagt stehen MSPs unabhängig von der Geografie vor vielen ähnlichen Herausforderungen. Außerdem wollen wir Vertreter unterschiedlich großer Partner, verschiedener Branchen und Märkte einbeziehen, damit wir von einem breiten Querschnitt der Community hören.

CRN: Welche Wirkung erwarten Sie von diesem globalen Council?

Rae: Wir sehen sie bereits. Vor der Beyond haben wir Mitglieder des Advisory Council zusammengebracht, um ihnen Präsentationen des Managements vorab zu zeigen und Feedback einzuholen. Sie sagten uns, was ankam, was nicht, wo Botschaften nachgeschärft werden mussten und wo wir uns verbessern konnten. Eine der Ankündigungen auf der Beyond ging tatsächlich direkt auf Feedback zurück, das wir erst wenige Wochen zuvor erhalten hatten. Ein Partner sagte: "Es wäre wirklich hilfreich, wenn ihr das tun könntet." Das Team sah es sich an, stellte fest, dass es machbar war, und nahm es in die Markteinführung auf. Genau diese Art von Zusammenarbeit wollen wir. Sie ist nicht nur für die Personen im Council wertvoll. Diese Gespräche kommen letztlich der gesamten Partner-Community zugute.

CRN: Mit Blick auf das kommende Jahr: Wie wird sich die Diskussion rund um KI Ihrer Einschätzung nach entwickeln?

Rae: Das lässt sich ehrlich gesagt kaum vorhersagen, weil sich dieser Markt so schnell verändert. Wir werden diesen Weg hin zu Managed Intelligence weitergehen. Wir werden sehen, was aus dem Managed Intelligence Program entsteht. Wir werden sehen, was aus der Arbeit der Managed Intelligence Alliance hervorgeht, die derzeit läuft, und ich denke, dass es in relativ kurzer Zeit erhebliche Entwicklungen geben wird. Aber selbst wenn wir nur einige Monate nach vorn blicken, bin ich überzeugt, dass wir über Dinge sprechen werden, die heute noch niemand von uns erwartet. Das ist schlicht das Tempo, mit dem sich KI bewegt.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

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