Hayete Gallot wechselt von Google Cloud zurück zu Microsoft
Weniger als ein Jahr nach ihrer Berufung zur Verantwortlichen für die Customer Experience verlässt Hayete Gallot Google Cloud schon wieder und geht zurück zu Microsoft. Dort ersetzt sie Charlie Bell als Executive Vice President für Sicherheit.
Nach einem Bericht von CRN hatte Google Cloud vergangene Woche bestätigt, dass die Verantwortliche Managerin für die Kundenerfahrung, Hayete Gallot, das Unternehmen nach weniger als einem Jahr bereits wieder verlässt. Nun ist auch klar wohin: Sie kehrt zurück zu Microsoft, wo sie vor ihrem Wechsel zu Google bereits 16 Jahre lange tätig war, zuletzt als Corporate Vice President für den Bereich Commercial Solutions. Einem von CEO Satya Nadella veröffentlichten internen Schreiben zufolge wird Gallot dort die Leitung der Security-Abteilung übernehmen.
Darin lobt Nadella, Gallot hatte in der Vergangenheit "mehrere wichtige Funktionen beim Aufbau unserer beiden größten Franchises – Windows und Office – inne und leitete die Markteinführungsbemühungen unserer Bereiche für kommerzielle Lösungen". Damit einhergehend habe sie sich bereits "maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung unseres Bereichs für Sicherheitslösungen beteiligt", so Nadella weiter. Aufgrund dieser Historie kennt Gallot also sowohl den Aufgabenbereich als die Strukturen und viele Mitarbeiter bereits bestens.
In einem LinkedIn-Beitrag kündigte sie an, dass ihr Schwerpunkt als Sicherheitschefin bei Microsoft darauf liegen werde, "die nächste Innovationswelle im Bereich Sicherheit voranzutreiben, um Kunden in diesem Zeitalter der KI zu unterstützen". Mit Blick auf die Zukunft schrieb sie: "Das erstaunliche Potenzial der KI kann nur dann ausgeschöpft werden, wenn wir KI-Lösungen sichern und sicher machen können." In einer per E-Mail versendeten Erklärung vom Mittwoch schrieb ein Microsoft-Sprecher, das Unternehmen sei "begeistert, dass Hayete Gallot die nächste Wachstumsphase von Microsoft Security anführen wird, in der KI im Mittelpunkt steht".
Neue Rolle für Bell
Gallots Vorgänger Charlie Bell soll der Erklärung zufolge "eine neue Rolle übernehmen, die sich auf technische Exzellenz konzentriert und auf dem starken Fundament aufbaut, das er in unserem Sicherheitsgeschäft geschaffen hat". Nadella erklärte dazu in seiner Mitarbeiterinformation, dass er "Charlie Bell gebeten habe, eine neue Rolle mit Schwerpunkt auf technischer Qualität zu übernehmen, in der er mir unterstellt sein wird". Die Pläne für den Wechsel seien "seit einiger Zeit" in Arbeit gewesen, schrieb Nadella weiter. Seinem LinkedIn-Profil zufolge bleibt Bell auch in seiner neuen technikfokussierten Rolle auf der Stude eines Executive Vice President bei Microsoft.
Bell war im Herbst 2021 zu Microsoft gekommen, um die Sicherheitsabteilung zu übernehmen. Davor hatte er viele Jahre bei Amazon Web Services in Verantwortung gestanden. Zu seinen Hauptaufgaben als Sicherheitschef gehörte die Überwachung der Secure Future Initiative von Microsoft, einer Initiative des Technologieriesen zur Verbesserung seiner internen Sicherheit sowie der Sicherheit seiner weit verbreiteten Plattformen. Die Initiative war ins Leben gerufen worden, nachdem im Juni 2023 eine Sicherheitslücke in Exchange Online entdeckt worden war, durch die E-Mail-Konten mehrerer US-Behörden kompromittiert wurden. Das vom Heimatschutzministerium eingesetzte Cyber Safety Review Board veröffentlichte im April 2024 seine Ergebnisse, in denen es die Sicherheitslücke und die China zugeschriebenen Angriffe darüber auf "vermeidbare Fehler" von Microsoft zurückführte. Daraufhin führte Microsoft im November 2023 eine Reihe wichtiger Änderungen an seinem Softwareentwicklungsprozess ein, um die Sicherheit seiner Plattformen zu verbessern.
In einem damals veröffentlichten Blogbeitrag bezog sich Bell auf Bill Gates' berühmtes Memo von 2002 zum Thema "Trustworthy Computing", in dem Gates Microsoft dazu verpflichtet hatte, einen stärkeren Fokus auf die Sicherheit seiner Produkte zu legen. Bell schrieb dazu, dass diese Vorstellung, dass Sicherheit für Microsoft an erster Stelle stehen müsse, "auch mehr als zwei Jahrzehnte später noch Gültigkeit hat". Zu welch wichtigen Ergebnissen diese Initiative geführt hat, bestätigte CRN unter anderem Joy Chik, Präsidentin für Identität und Netzwerkzugang bei Microsoft, in einem Interview im September 2024: "Wir haben das Gefühl, dass wir nicht nur die [interne] Sicherheit von Microsoft stärken, sondern auch viele dieser Erkenntnisse mit unseren Kunden teilen, was sie für ihre Anwendungen tun können und was die besten Vorgehensweisen sind."
Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.
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