Extreme Networks startet "Extreme Partner First"

"Extreme Partner First" soll die Zusammenarbeit mit Extreme Networks für die Partner deutlich einfacher, verlässlicher und lukrativer gestalten. Die existierenden Stufen bleiben darin erhalten, werden jedoch im Sinne von mehr "Klarheit und Einfachheit" neu justiert und um neue Möglichkeiten ergänzt, wie Channel-Chef Joe Spencer erklärt.

(Foto: Extreme Networks)

Um ihren Vertrieb besser auf die schnellen Veränderungen im Netzwerkmarkt einstellen zu können, bauen derzeit viele Anbieter wie Cisco ihr Partnerprogramm grundlegend um. Diesen Weg schlägt nun auch Extreme Networks ein und präsentiert zum Start ins Jahr 2026 ein neues Partnerprogramm. Wenn auch nicht ganz so radikal wie manche Mitbewerber, will der Anbieter mit spürbaren Eingriffen die Zusammenarbeit mit dem Vertriebskanal beschleunigen und dessen Forderung nach weniger Komplexität nachkommen.

Dazu vereinfacht das am Dienstag vorgestellte Extreme Partner First beispielsweise die Registrierung von Geschäften, sorgt für transparentere Preise, bietet neue Schulungen und Zertifizierungen und nutzt KI, um die Zeit bis zum Umsatz und die Rentabilität mit weniger Reibungsverlusten zu verbessern, fasst Joe Spencer, Senior Vice President of Global Channel and Strategic Initiatives bei Extreme, die wesentlichen Veränderungen im Gespräch mit CRN zusammen. "Unser Programm gibt es schon seit geraumer Zeit, es wurde ursprünglich für die noch vor einigen Jahren geltenden Bedürfnisse des Marktes entwickelt. Deshalb haben wir genau auf die Stimmen unserer Partner gehört und es jetzt für ihre heutigen Bedürfnisse neu gestaltet", erklärt Spencer gegenüber CRN. "Ich möchte, dass unsere Partner sich darauf verlassen können, dass wir auf einfache und vorhersehbare Weise mit ihnen zusammenarbeiten werden, um das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Wenn wir gemeinsam im Markt agieren, sollen sie wissen, was sie erwartet, und dass sie die gewünschten Kundenergebnisse mit Extreme im Vergleich zu unseren Mitbewerbern mühelos erzielen können."

Klares Bekenntnis zum Channel

Spencer gilt als Branchenveteran im Bereich Netzwerke. Er war im Mai von Juniper Networks gekommen, wo er für den Channel-Vertrieb und die Enterprise-Programme verantwortlich war. Dass auch der Netzwerk-Gigant Cisco Systems gerade jetzt sein komplett überarbeitetes Cisco 360-Partnerprogramm einführt, das einen wichtigen Fokus auf die Unterstützung von MSPs im Bereich KI setzt, ist für ihn angesichts der turbulenten Zeiten im Markt wenig verwunderlich. Dennoch ist er überzeugt, dass Extreme als kleinerer, aber leistungsstarker Netzwerkanbieter, besser denn je gegen die Konkurrenz positioniert sei. Und das nicht zuletzt dank der Partner. "Mehr als 90 Prozent unseres Geschäfts laufen heute über Partner, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern", verspricht Spencer. Die Grundlage dafür soll Extreme Partner First schaffen. "Was wir damit vor allem in den Markt bringen, ist Klarheit und Einfachheit. Und genau das ist unser Ziel."

Trotz des klaren Ziels sei der Weg dorthin allerdings herausfordernd gewesen, wie der Channhel-Chef weiter ausführt: "Es ist wirklich einfach, ein Partnerprogramm kompliziert zu gestalten. Es ist jedoch unglaublich schwierig, es einfach zu gestalten." Die Mühen haben sich aus seiner Sicht aber gelohnt. "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben und mit dieser Einfachheit", konstatiert Spencer.

Das bringt Extreme Partner First

Extreme Partner First bietet eine einheitliche Rabattstruktur, schnellere Genehmigungen von Geschäften und klarere Preise und Vorteile für Partner. Um die Rentabilität für Partner besser vorhersehbar zu machen, wird das neue Programm ein globales, SKU- und volumenbasiertes Rabattmodell sowie einen einheitlichen globalen Rahmen für die Registrierung von Geschäften mit einer angestrebten Genehmigungsfrist von 48 Stunden für Service Level Agreements bieten, damit Partner internationale Chancen schneller verfolgen und skalieren können, so der Hersteller. Für schnellere Geschäftsabschlüsse stellt Extreme seinen Partnern den Partner AI Sales Assistant zur Seite, mit der Partner wichtige Vertriebsinformationen dem Unternehmen zufolge in Sekundenschnelle finden können.

Partnerstufen bleiben erhalten

Die bestehenden Stufen innerhalb des Partnerprogramms – Gold, Diamond und Diamond Elite – bleiben erhalten. Allerdings hat das Unternehmen einige geringfügige Änderungen an den Schwellenwerten der einzelnen Stufen vorgenommen, wodurch sich die Volumenanforderungen für die Gold-Stufe geändert haben, so Spencer.

Durch neue Schulungen und Zertifizierungen können Partner neue kombinierte Zertifizierungen für Installation und Fehlerbehebung erwerben. Der Schwerpunkt liegt hier auf der KI-Bereitschaft und Anwendungsfällen innerhalb von Extreme Platform ONE, dem Plattform-Angebot des Unternehmens, das Netzwerk- und Sicherheitstools, einschließlich Produkten von Drittanbietern für Netzwerke und Sicherheit, zusammenführt. Extreme Platform ONE ist seit Juli allgemein verfügbar.

"Wir werden unsere Partner bitten, ihre Zertifizierungen bei Extreme zu erweitern, um mehr darüber zu erfahren, wie sie die Technologien, die zu vorbildlichen Kundenergebnissen führen, erneut verkaufen können", erklärte Spencer. Weitere Informationen zu den neuen Zertifizierungen will das Unternehmen den Partnern im Mai auf der Extreme Connect 2026 zur Verfügung stellen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

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