Tonnenweise Gutes tun mit "alter" Hardware

Während andere Branchen das Refurbishment gerade erst für sich entdecken, hat es sich in der IT längst etabliert. Was das bewirken kann, zeigt eine kleine Bilanz der Datagroup, die jedes Jahr fast 50 Tonnen gebrauchte Hardware an AfB liefert. Mehr als zwei Drittel der Geräte können aufbereitet und weiterverwendet werden.

"Die Zusammenarbeit mit afb zeigt, wie verantwortungsvoller Umgang mit IT-Hardware und sozialer Mehrwert Hand in Hand gehen können." Nadine Nierzak, Teamleiterin, Datagroup (3. v.l.). Im Bild mit Johannes Eisele (AfB), Lars Klemm (Datagroup) und Nicolai Gräff (AfB). (Foto: Datagroup)

Im vergangenen Jahr sorgte Tschibo für ein großes Raunen in der heiß umkämpften Kaffeebranche, als das Unternehmen ankündigte, im Rahmen seines neuen Refurbishing-Programms künftig gebrauchte Kaffeemaschinen anzukaufen und sie anschließend gereinigt und wiederaufbereitet wieder in den Markt zu bringen. Die IT-Branche hat diesen Aha-Moment schon längst hinter sich und das Refurbishment ist als feste Größe etabliert. Professionelle Refurbisher haben den Weg zur Wiedervermarktung und Kreislaufwirtschaft für Fachhändler, Systemhäuser und ihre Kunden erschlossen und mit hohen Qualitätsstandards und flankierenden Leistungen wie Datenlöschung die Vorbehalte gegenüber Second-Hand-IT entkräftet. Damit haben sie einen lukrativen Markt aufgebaut, den inzwischen selbst einige Hersteller für sich nutzen.

Ein eindrückliches Beispiel für das, was IT-Refurbishment alles leistet, belegt nun die Datagroup mit einer Bilanz ihrer seit fünf Jahren bestehenden Partnerschaft mit dem Refurbisher AfB. Dieser zufolge hat der Dienstleister seither knapp 230 Tonnen gebrauchte IT-Hardware in den Recycling- und Wiederverwendungsprozess eingebracht, was rund 42.000 einzelnen Geräten wie Notebooks, PCs, Tablets, Smartphones, Monitoren und Druckern entspricht. 70 Prozent davon konnten laut AfB durch Wiederaufbereitungsmaßnahmen wie Reinigung, Reparatur und Aufrüstung in einen zweiten Lebenszyklus gebracht werden. Der Rest wurde fachgerecht und sicher entsorgt. "Nachhaltigkeit ist für uns ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit", betont Nadine Nierzak, Teamleiterin bei Datagroup. "Die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre sprechen für sich."

Im Vergleich zum Neukauf wurden damit erhebliche Mengen an Rohstoffen, Ressourcen und Energie eingespart und Treibhausgas-Emissionen für Produktion und Transport vermieden. Davon profitiert nicht nur die Umwelt. Die Verkäufer entlasten ihr Budget und ihren ökologischen Fußabdruck, der Handel profitiert von guten Margen und einem breiteren Angebot, während die Käufer bares Geld sparen und ihre Nachhaltigkeit verbessern. Im Fall der Kooperation von Datagroup und AfB kommt dazu noch die soziale Komponente, dass der Refurbisher als anerkanntes Inklusionsunternehmen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schafft, wie AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle unterstreicht: "Gemeinsam mit Datagroup konnten wir nicht nur wertvolle Ressourcen schonen, sondern auch inklusive Arbeitsplätze sichern. Dieses Engagement ist ein starkes Signal für gelebte Verantwortung."

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden