Systemhausgruppe Connexta übernimmt SOHnix
40 neue Experten für Integration von Datev, ELO und ERP-Systemen, ein weiteres Datacenter, 300 Kunden – viele aus dem Public Sector: Connexta-Chef Jens Stief kann ein weiteres Fähnchen in Norddeutschland auf seiner Systemhauslandkarte abstecken. SOHnix-Vorstandschef Thomas Gremmers hat die Zeichen der Zeit erkannt.
Die Connexta-Gruppe bezeichnet sich als eine der "am schnellsten wachsenden IT-Service-Provider-Plattformen in Deutschland" – mit nun rund 700 Mitarbeitenden an 18 Standorten, 5.500 Kunden und einem Gruppenumsatz von rund 180 Mio. Euro – inbegriffen die jüngst erworbene SOHnix AG. Expansionsschnelligkeit muss kein Vorteil sein, wenn man damit die Abfolge der gekauften Unternehmen meint. Im Gegenteil. Es gibt hierzulande viele Systemhausgruppen, die von Finanzinvestoren hastig gekauft werden und der CEO dann zusammenbringen und zusammenhalten muss, was strukturell, von der Firmenkultur und den Menschen her einfach nicht passt.
In den Testimonials unter dem Menüpunkt "Gruppeneintritt" auf der Homepage von Connexta äußern sich nur zufriedene Inhaber, die CEO Jens Stief und sein M&A-Manager Christian Schaub zum Anschluss, bzw. Verkauf überzeugen konnten. Das Kapital für die Akquisition der "Local Heroes" stellt die Londoner Fremman Capital zur Verfügung.
Neuster Coup der Buy-and-Build-Strategie: Übernahme der SOHnix AG mit Sitz in Sievershagen bei Rostock. Die rund 300 Kunden des IT-Dienstleisters kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und angrenzenden Regionen. Ein Systemhaus in Norddeutschland hat noch gefehlt, diese Lücke konnte Christian Schaub, Managing Direktor und M&A-Scout bei Connexta schließen. Die Gruppe wächst an Expertise in Datev für Steuerberater, Dokumentenmanagement von ELO, zahlreichen ERP-Systemen und bekommt ein BSI-zertifiziertes Rechenzentrum, das die Managed Service- und Hosting-Fähigkeiten und -Kapazitäten der Gruppe – insbesondere für Kunden mit hohen Compliance- und Sicherheitsanforderungen – stärken soll.
Im Gegenzug erhält Thomas Gremmers, Vorstandsvorsitzender der SOHnix AG, Kompetenzen für sein Systemhaus in den Bereichen IT-Security und Cloud. Vertrieblich ist Connexta nun bundesweit aufgestellt. "Mit dem Beitritt zur Connexta-Gruppe bieten wir unseren Kunden das Beste aus zwei Welten: die gewohnte persönliche Nähe vor Ort, kombiniert mit der gebündelten Expertise eines bundesweiten Netzwerks", sagt Gremmers.
Nachfolge unter Dach und Fach
Unternehmer Gremmers ist seit Anfang der 90er Jahre in der Systemhausbranche aktiv und führt seit 30 Jahren als geschäftsführender Gesellschafter und später Vorstandschef die SOHnix. Die Zunahme der technologischen Komplexität begleitet ihn und alle IT-Unternehmer. Auf sich allein gestellt, kann kein mittelständisches Systemhaus in allen wichtigen und vor allem zukunftsreisenden Technologien aufgestellt sein. Daher schließen sich IT-Häuer wie das von Gremmers größeren Firmenverbünden an.
Hinzu kommt der Generationswechsel. Gremmers ist 64 Jahre, der Zusammenschluss mit SOHnix ist auch Teil der Nachfolgeregelung, die der IT-Unternehmer getroffen hat.
Die gewohnten Ansprechpartner der Kunden, der langjährige Standort und die regionale Nähe würden "vollständig erhalten" bleiben. Mitarbeitende der SOHnix würden von dem Zusammenschluss profitieren: "Die Einbindung in eine wachsende IT-Gruppe ermöglicht Spezialisierung, standortübergreifenden Wissensaustausch und die Mitarbeit in gruppenweiten Kompetenzteams", teilt Connexta mit.
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