Souveränität: Lenovo tritt Open-Source-Verband OSBA bei
Mit seinem Eintritt in die Open Source Business Alliance will sich Lenovo für offene Standards als Basis der digitalen Souveränität in Deutschland einsetzen und so das wachsende Marktpotenzial für sich und die Partner besser erschließen. Im Fokus steht dabei der europäische Sovereign Cloud Stack.
Die Open Source Business Alliance darf sich über prominenten wie starken Zuwachs freuen: Das neuste Mitglied des Verbands der deutschen Open-Source-Industrie, der sich für die Förderung quelloffener Software und offener Standards einsetzt, ist niemand geringeres als Lenovo. Der chinesische Hardwarehersteller bringt sowohl umfassende Erfahrung aus internationalen Projekten bei Kunden verschiedenster Größen und Branchen mit ein als auch die lokale Markt-Perspektive und das R&D-Knowhow des hiesigen Teils der CTO-Organisation in Deutschland und Österreich.
Damit will sich Lenovo innerhalb der OSBA insbesondere beim Projekt Sovereign Cloud Stack (SCS) engagieren, das Standards für souveräne Cloud-Infrastrukturen entwickelt. Diese sollen wichtige Grundlagen wie Interoperabilität, Anbieterunabhängigkeit und Wahlfreiheit bei Cloud-Technologien sicherstellen und ausbauen, um im Sinne der Souveränität langfristige Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern oder Plattformen zu abzubauen. Besonders intensiv will sich hierbei in den Bereichen Rechenzentrum, Edge Computing, Hybrid Cloud, KI und Services einbringen, sowie in der Planung, Implementierung und dem Betrieb offener IT- und Cloud-Plattformen.
"Der offene, herstellerunabhängige Ansatz des Sovereign Cloud Stack lebt davon, dass Unternehmen wie Lenovo ihre technologische Expertise und Kundenperspektive einbringen", freut sich Lisa Seifert, Projektleiterin des Forums SCS-Standards und Vorstandsmitglied der OSBA, über die Verstärkung. "So schaffen wir gemeinsam Standards, die echte Interoperabilität und Wahlfreiheit ermöglichen – ein wichtiger Beitrag zur digitalen Souveränität in Deutschland und Europa."
Der Hersteller selbst will sich damit eine gute Basis schaffen, um von der wachsenden Nachfrage nach souveränen Lösungen zu profitieren. "Digitale Souveränität gewinnt für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber zunehmend an strategischer Bedeutung", konstatiert der für Deutschland und Österreich zuständige Director und Chief Technology Officer, Andreas Thomasch. Er ist überzeugt: "Offene Standards und Interoperabilität sind dafür wesentliche Voraussetzungen."
Das soll auch den Partnern gute Aussichten auf künftige Projekte und Geschäfte mit digital-souveränen Lösungen und Services des Herstellers bieten. Sie sind nicht nur im Vertrieb und bei der Umsetzung vor Ort gefordert, auch bei der Weiterentwicklung von SCS-basierten Lösungen setzt Lenovo auf die Kompetenz und das Engagement seines starken Partner-Ökosystems. Ergänzend sollen Blueprints und Referenzarchitekturen entwickelt werden, die den Weg zu souveränen Cloud-Infrastrukturen ebnen und die Implementierung eigener SCS-Umgebungen erleichtern.
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