SanDisk verabschiedet sich vom WD-Erbe

Ein Jahr nach der Trennung vom Western Digital stampft SanDisk jetzt auch die vom einstigen Mutterkonzern geerbten Markennamen ein. Als Ersatz für "WD Black" und "WD Blue" wird der eigene SSD-Brand "Optimus" wiederbelebt und die Produktfamilien neu sortiert.

SanDisk ersetzt die alten WD-Bezeichnungen auf seinen SSDs durch den alten Optimus-Brand (Foto: SanDisk)

Knapp ein Jahr nach der Abspaltung von Western Digital schneidet SanDisk jetzt auch auf Produktebene die letzten verbleibenden Verbindungen zum einstigen Mutterkonzern ab. Zum Jahresauftakt kündigte der der Flash-Hersteller auf der CES an, die Bezeichnungen "WD Black" und "WD Blue" aufzugeben. Stattdessen kramt SanDisk seinen "Optimus"-Brand wieder hervor, den die eigenen SSDs vor der Übernahme durch Western Digital schon getragen hatten.

Während diese neuen Bezeichnungen ab sofort gelten, wird es noch eine Weile dauern, bis sich das auch konsistent auf den Produkten niederschlägt. SanDisk will nach eigenem Bekunden Laufe des ersten Halbjahrs damit beginnen, die SSDs mit dem neuen Branding auszuliefern. Bis die Restbestände mit dem alten Branding verteilt und verkauft sind, dürfte es aber noch eine Weile dauern.

Anders sieht das beim ersten neuen Produkt aus, das auf der CES schon direkt mit der neuen Bezeichnung vorgestellt wurde: Die SanDisk "Optimus GX 7100M" ist eine Mini-SSD, die entsprechend dem kompakten M.2-2230-Format nur 30 mm lang ist und sich damit für den Einsatz in mobilen Geräten empfiehlt. Sie ist der Nachfolger der "WD_Black SN770M", von der sie sich aber trotz Beibehaltung des PCI-Express-4-Standards durch deutlich höhere maximale Übertragungsraten absetzen soll. SanDisk verspricht hier bis zu 7.250 MB/s lesend und 6900 MB/s schreibend sowie 1,3 Millionen IOPS für Zufallszugriffe.

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