q.beyond-CEO zur strategischen Ausrichtung "in einem äußerst herausfordernden Umfeld"
Umsatz und Ertrag q.beyond sinken, dennoch sieht q.beyond-Chef Thies Rixen den IT-Dienstleister die "Strategie 2028" aufgehen. SAP- und KI-Beratung legen zu. Den Support verlagern die Kölner stärker zum Nearshoring-Standort im rumänischen Cluj.
Dem IT-Dienstleister q.beyond zufolge sind Umsätze und Erträge im ersten Quartal 2026 erwartungsgemäß gesunken. Das Unternehmen hat sich von Teilen wenig unprofitabler Geschäfte getrennt, die im Vorjahreszeitraum noch ergebniswirksam in der Bilanz verbucht worden waren. Die Kölner sprechen von einer "robusten Entwicklung" aufgrund zweier Faktoren: "Das resiliente Geschäftsmodell mit seinem hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen (Q1 2026: 69 Prozent) sowie die konsequente Umsetzung der 'Strategie 2028'. In deren Mittelpunkt stehen sowohl die Kombination aus vertiefter Branchenkompetenz und IT-Expertise als auch der Ausbau von KI-basierten Services sowie eine konsequente Internationalisierung."
Der Umsatz belief sich im ersten Quartal 2026 auf 42,8 Mio. Euro – ein Minus von 7,8 Prozent. Der Umsatz im Segment Consulting sei Dank verstärkter Nachfrage nach SAP- und KI-Services auf 2,6 Mio. Euro (Vorjahr 2 Mio. Euro) verstiegen. Das EBITDA erreichte infolge des insgesamt niedrigeren Quartalsumsatzes 1,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 2,3 Mio. Euro), was das Konzernergebnis auf minus 1,1 Mio. Euro drückte. Der Free Cashflow betrug im ersten Quartal dieses Jahres 0,6 Mio. Euro. Die Nettoliquidität stieg zum Ende März 2026 auf 42,6 Mio. Euro, was laut Unternehmen 1,71 Euro je q.beyond-Aktie ausmache. Am Freitag schloss das Papier auf Xetra bei 3,60 Euro.
q.beyond-CEO Thies Rixen erklärt: "Unsere strategische Ausrichtung bewährt sich in einem äußerst herausfordernden Umfeld. Wir fokussieren uns auf profitable Geschäftsfelder und nachhaltige Effizienzsteigerungen." Maßgebliche Beiträge dazu leiste die verstärkte Nutzung von KI und die Internationalisierung. Auch die Neuaufstellung des Vertriebs zahle sich aus: Der Sales-Funnel des Unternehmens umfasse derzeit mehr als 200 Mio. Euro. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal 2026 um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nearshoring- und Offshoring-Quote wird soll steigen
Im laufenden Geschäftsjahr baut q.beyond auch mit Blick auf die verstärkte Kundennachfrage die Nearshoring- und Offshoring-Aktivitäten weiter aus. Künftig ist das Unternehmen neben Lettland und Spanien auch in Rumänien aktiv: Am neuen Nearshoring-Standort Cluj bündelt der IT-Dienstleister im ersten Schritt einen Teil seines 24/7-Supports.
Nora Wolters, CFO von q.beyond, will bis Ende 2028 die Nearshoring- und Offshoring-Quote auf 40 Prozent verdoppeln. "Dies steigert nicht nur unsere Effizienz, sondern hilft uns auch, dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen und neue Märkte zu erschließen." Die Standorte in Lettland und Spanien würden seit vergangenem Jahr das gesamte Leistungsspektrum von q.beyond vermarkten.
q.beyond bestätigt Prognose 2026
An der Jahresprognose hält q.beyond fest: Bei einem Umsatz von 182 bis 190 Mio. Euro soll ein EBITDA von 10 bis 16 Mio. Euro, ein Konzerngewinn sowie ein nachhaltig positiver Free Cashflow erreicht werden. Die zweite Jahreshälfte wird entscheidend sein: Da erwarten die Kölner eine deutliche Zunahme von Umsatz und Ergebniss.
Auch für 2027 und 2028 erwartet CEO Thies Rixen eine positive Entwicklung: "q.beyond wird in den kommenden Jahren profitabel wachsen – dank Serviceführerschaft, KI-basierter Geschäftsmodelle und europäischer Expansion." Das Unternehmen strebt bis 2028 einen Umsatz von rund 250 Mio. Euro an, die EBITDA-Marge soll 10 Prozent betragen.
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