NinjaOne: Mehr Security durch Browser-Management – Transparenz und Kontrolle für MSPs

IT-Management-Anbieter NinjaOne erweitert seine Unified IT Operations Platform mit der Einführung von NinjaOne Browser Management. Damit sollen MSPs Kundenumgebungen besser absichern, ohne Mitarbeiter zum Wechsel ihrer gewohnten Browser zu zwingen.

Browser-Sicherheit als neuer Service für MSPs, ohne das RMM-Dashboard zu wechseln. Matt Hastings stellt NinjaOne Browser Management vor (Foto: NinjaOne)

SaaS-Anwendungen, KI-Tools und Browser-Erweiterungen ersetzen laut Matt Hastings, SVP Product Management bei NinjaOne, zunehmend traditionelle installierte Software. Das eröffnet neue Chancen für Produktivität, bringt aber auch neue Sicherheitsrisiken mit sich. Bösartige Browser-Erweiterungen können potenziell auf sensible Informationen zugreifen, ohne klassische Endpoint- oder Netzwerksicherheitskontrollen auszulösen.

NinjaOne Browser Management sei "Governance für den Browser", so Hastings gegenüber CRN. "Das erweitert die Plattform einfach auf die Anwendungsebene dieser Browser, schützt Endnutzer besser vor der Installation bösartiger Erweiterungen und sorgt letztlich für eine bessere, sicherere Umgebung."

Das Produkt bietet MSPs ein Live-Inventar von Browser-Erweiterungen und Versionen, Einblick in Website-Aktivitäten, Risikobewertungen zur Kennzeichnung potenziell gefährlicher Erweiterungen sowie zentrale Richtlinien, um Erweiterungen zu genehmigen oder zu blockieren, Konfigurationen zu steuern und den URL-Zugriff einzuschränken.

Hastings sieht darin eine Chance für MSPs, neu entstehende Risiken in einen kundenorientierten Service zu verwandeln. "Das Letzte, was man möchte, ist, dass ein Nutzer Informationen offenlegt. Deshalb gibt ihnen NinjaOne Browser Managemen ein weiteres Werkzeug an die Hand, mit dem sie Services bereitstellen und ihren Kunden Mehrwert liefern können", so der Manager.

Keine Firewall-Warnungen, keine EDR-Alarmierungen

Wie relevant die Überwachung der Browseraktivitäten sind, darüber hat Anfang dieses Jahres die Cloud Security Alliance (CSA) über zwei bösartige Chrome-Erweiterungen berichtet. Sie gefährliche Software hatte sich als KI-Assistent ausgegeben. In rund 900.000 Installationen hatte die unentdeckte Schadsoftware Konversationsdaten gesammelten und abgriffen. Laut CSA lösten die Vorfälle weder Firewall-Warnungen noch EDR-Alarmierungen aus, da sie den Browser zu keinem Zeitpunkt verließen, was die Bedeutung des Browserschutzes als Ergänzung zum übrigen Sicherheits-Stack unterstreicht.

"Der Browser ist eine der aktivsten Ebenen der Unternehmensarbeit, und für die meisten Organisationen ist er zugleich die am wenigsten regulierte Umgebung", sagt Phil Hochmuth, Research VP für Endpoint Management & Enterprise Mobility bei IDC. Das berge "große Risiken für sämtliche Unternehmensumgebungen". Die Folgen: eingeschränkte Transparenz der Browseraktivität, uneinheitliche Durchsetzung von Richtlinien sowie wachsende Gefährdung durch ungeprüfte Erweiterungen und die unkontrollierte Verwendung von KI- und SaaS-Tools.

"Browser-Management ist damit zu einem wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements geworden. Dessen Einbindung in dasselbe Betriebsmodell, das IT-Teams und MSPs bereits für den restlichen IT-Betrieb benutzen, vereinfacht Arbeitsabläufe und steigert die Effizienz", so Analyst Hochmuth.

Handeln, bevor etwas zu einem echten Problem wird

Wie Lars Andersland von Erickson Dental Technologies anmerkt, müssten Endnutzer mit der Einführung der Browser-Sicherheit ihre Gewohnheiten nicht ändern, weil sie nicht auf einen neuen Browser umsteigen müssten. Dadurch könnten MSPs Transparenz und Kontrolle hinzufügen, ohne Störungen zu verursachen.

"Jetzt haben wir einen Live-Blick darauf, was tatsächlich in den Browsern jedes Mitarbeiters läuft, und können handeln, bevor etwas zu einem echten Problem wird, sagt Andersland, Servicetechniker bei Erickson mit Sitz in Eagan, Minnesota, gegenüber CRN per E-Mail. "Das führt direkt zu weniger Sicherheitsvorfällen und einem geringeren Risiko für unsere Kunden."

Indem das NinjaOne-Produkt Nutzer dort abholt, wo sie bereits arbeiten, erleichtert es MSPs laut Hastings, Kunden zu unterstützen, ohne Änderungen im Arbeitsalltag zu erzwingen.

Der KI-Aspekt könnte der Punkt sein, an dem diese Browser-Kontrolle noch wichtiger wird. Da Mitarbeiter generative KI zunehmend über Erweiterungen und webbasierte Chat-Tools nutzen, umfasst Ninjas Roadmap laut Hastings tiefere Funktionen, mit denen MSPs diese Aktivitäten direkt aus dem Browser heraus überwachen und steuern können.

Für NinjaOne besteht der größere Ansatz darin, Browser-Management zu einem kundenorientierten Service zu machen, mit dem MSPs Risiken senken, die Cyber-Hygiene verbessern und eine der exponiertesten Ebenen moderner Arbeit schützen können.

"Bislang waren sie bei diesen Dingen blind", so Hastings. "Jetzt geben wir ihnen die Transparenz, um zu verstehen, was passiert, und wir geben MSPs die Kontrolle, um ihre Endnutzer und Kunden zu schützen."

Der Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com. Er wurde von CRN Deutschland ergänzt.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden