Neuaufstellung "Eset Privat": Mehr als nur Schutz von IT- und OT-Infrastrukturen
Auf der heute beginnenden Eset World in Berlin stellt der slowakische Sicherheitsanbieter "Eset Privat" vor und bündelt hier seine Security-Lösungen für große Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und den militärischen Sektor. Kunden erhalten maßgeschneiderte Cyber-Resilienz, basierend auf Datenresidenz und digitale Souveränität. Eset will nicht einfach nur ein Security-Anbieter sein, sondern versteht sich als strategischer Partner für das Management von Cyberrisiken.
Erstmals findet die Eset World in Deutschland statt. Vor rund 500 Gästen in Berlin unterstreicht Europas größter IT-Sicherheitsanbieter seinen Anspruch, im Enterprise-Markt eine noch stärkere Rolle spielen zu wollen. Auf seiner Sicherheitskonferenz gibt der Anbieter aus der Slowakei IT-Entscheidern, Partnern und Analysten detailliert Einblick in "Eset Privat". Das vormals unter Corporate Solutions genannte Lösungsportfolio umfasst laut Eset Hochgeschwindigkeits-Bedrohungsscans, Sicherheit für vollständig isolierte Umgebungen, Schutz für IT- und OT-Infrastrukturen, maßgeschneiderte Bedrohungsinformationen sowie komplexe Managed Security-Lösungen. Eset Privat wird weltweit verfügbar sein.
Standardangebote reichten nicht mehr aus, so Eset. Denn große Organisationen verfügen über immer komplexere Infrastrukturen und sehen sich mit Compliance-Anforderungen und zunehmenden Bedrohungen konfrontiert. Um einen unterbrechungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sei "maßgeschneiderte Sicherheit erforderlich, die nahtlos in ihre Infrastruktur integriert ist".
David Března, Vice President of CS Operations and Scale Up bei Eset, spricht von einer "Erweiterung unseres Standard-B2B- und Enterprise-Portfolios". Einzelprodukte würden den immer komplexeren technischen und regulatorischen Anforderungen nicht gerecht.
"Je nach Branche verlagern sich die Schwerpunkte unserer Kunden vom Kauf von Technologie hin zum Management von Cyberrisiken, während sie sich in einem Umfeld schnell verändernder geopolitischer Rahmenbedingungen, digitaler Architekturen und einer Flut von Tools und Daten zurechtfinden müssen", beschreibt Března die Herausforderungen.
"Eset kann weit mehr leisten, als man gemeinhin von uns erwartet"
Eset entwickele sich "vom reinen Anbieter von Standardprodukten hin zu einem strategischen Partner", so der Manager. Was der Markt braucht, sind maßgeschneiderte Sicherheitslösungen, die auf den geschäftlichen, betrieblichen und regulatorischen Kontext jeder Organisation zugeschnitten seien.
Der 1992 gegründeten IT-Sicherheitsanbieter, der nach wie vor im Besitz der Gründer ist, kommt aus dem Consumer-Markt, das Image eines Softwareanbieters für Antivirus und Internet-Schutz ist nach wie vor bei vielen Kunden in den Köpfen verankert. Mit Lösungen wie dem neuen Eset Privat und der jährlichen Sicherheitskonferenz Eset World will sich der Hersteller im Security-Markt als Expert für Unternehmenskunden und den öffentlichen Sektor präsentieren. "Eset kann weit mehr leisten, als man gemeinhin von uns erwartet", so Manager David Března.
Eset arbeitet eng mit Kunden zusammen, um deren Sicherheitslösungen individuell zu entwickeln und zu implementieren. Bei Eset Privat können beliebige Kombinationen zum Einsatz kommen, das Portfolio ist modular aufgebaut, Kunden haben die Wahl zwischen Cloud- oder Vor-Ort-Bereitstellung.
Der Channel trifft sich auf der Eset World
Auf der Eset World in Berlin kommen von Dienstag bis Donnerstag Cybersicherheitsexperten aus aller Welt zusammen. Eset Privat können sie aus erster Hand erleben und testen, sich vernetzen und aktuelle Trends in der Cybersicherheit diskutieren. Auch viele deutsche Partner sowie Netzwerkkooperationen und Distributoren von Eset sind auf der Eset World vertreten.
Eines der Themen vor dem Hintergrund der in der EU diskutierten digitalen Souveränität: Wie können Anbieter Systeme sichern, die in eingeschränkten und autonomen Umgebungen betrieben werden?
Dazu Patrik Pliesovsky, Director of Delivery and Deployment bei Eset: "Die Sicherung von Systemen, die in eingeschränkten Umgebungen betrieben werden, stellt uns vor beispiellose Herausforderungen, insbesondere da autonome, KI-gesteuerte Agenten zunehmend in der Lage sind, unabhängige Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen zu treffen".
Er und weitere Experten werden diskutieren, wie Cybersicherheitsarchitekturen aussehen müssen, die in eingeschränkten und autonomen Systemen funktionieren. "Der Schwerpunkt liegt auf der Balance zwischen operativer Autonomie und robusten Sicherheitskontrollen – zur Gewährleistung von Systemintegrität, kontinuierlicher Verhaltensüberwachung und Resilienz in isolierten, ressourcenbeschränkten oder Air-Gapped-Umgebungen", greift Pliesovsky den Expertenrunden auf der Eset World vor.
Es geht nicht nur um Kostenstelle, sondern Schutz der bürgerlichen Freiheit
Und es wird, wenig verwunderlich angesichts geopolitischer Unsicherheiten, politisch, wie die Liste der Redner zeigt: In den Panels treten unter anderem auf: Andrew Lee, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten bei Eset, Oberst Mietta Groeneveld, Direktorin des NATO-Kompetenzzentrums für Kommando und Kontrolle, Hans De Vries, Leiter Cybersicherheit und Operationen, ENISA, Thomas Hemker – CTO für Sicherheit, Berater für Cyberrisiken, Guter Hafen Cyber-Sicherheit.
Die Herausforderungen sind komplex und multipel: Cyberaggression von Nationalstaaten, asymmetrischer Kriegsführung, Destabilisierung durch Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, Spionage. Kurzum: zunehmende Gefährdung demokratischer Gemeinwesen.
Das Verständnis von Cybersicherheit muss sich wandeln, woran nicht zuletzt Eset arbeitet: IT- und OT-Sicherheit ist weit mehr als nur eine reine Betrachtung der Kosten. Es geht vor allem und hauptsächlich auf darum, bürgerlichen Freiheiten zu wahren und Bürger zu schützen.
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