Mikrocontroller: Infineon baut seinen Vorsprung aus

Trotz des leicht rückläufigen Markts für Mikrocontroller konnte Infineon im vergangenen Jahr weitere Marktanteile dazugewinnen und damit seine Führungsposition ausbauen. Neben dem Automotive-Segment versorgt Infineon auch Hersteller in Bereichen wie IoT, Smart Home, Industrie und Robotik.

(Foto: Infineon)

Infineon Technologies baut seine Marktführerschaft bei Mikrocontrollern weiter aus. Im vergangenen Jahr konnte der Hersteller den Marktzahlen von Omdia zufolge weitere 1,8 Prozentpunkte zulegen und damit stärker wachsen als alle Mitbewerber, die teils deutlich mehr unter dem leicht rückläufigen (-0,3 Prozent) Marktumfeld zu leiden hatten. Letztendlich konnte Infineon damit fast ein Viertel (23,2 Prozent) des Gesamtmarktes für Mikrocontroller für sich beanspruchen und so seine Marktführerschaft weiter ausbauen.

Diese hatte Infineon 2024 erobert, nachdem im Jahr zuvor bereits der Sprung an die Spitze im Teilsegment der Automotive-Mikrocontroller gelungen war. Dort ist der Chiphersteller seinen Konkurrenten inzwischen noch weiter enteilt, nachdem er im vergangenen Jahr das Automotive‑Ethernet‑Geschäfts von Marvell übernommen hat. Durch die Kombination der damit erworbenen Brightlane Hochgeschwindigkeits-Netzwerklösungen mit den eigenen Automotive‑Mikrocontroller‑Familien Aurix, PSOC und Traveo hat Infineon sein Portfolio an zentralen Rechenarchitekturen für softwaredefinierte Fahrzeugen (SDV) strategisch weiter in Richtung autonomes Fahren, fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und sichere Over‑the‑Air‑Updates ausgebaut.

"Mit unserem führenden Produktportfolio, zuverlässiger Software und einfach anzuwendenden Entwicklungstools helfen wir unseren Kunden, Wert zu schaffen und die globalen Herausforderungen von Dekarbonisierung und Digitalisierung zu meistern." Andreas Urschitz, Chief Marketing Officer und Mitglied des Vorstands, Infineon (Foto: Infineon)

Infineon-Chips im Herzen der Robotik

Darüber hinaus verstärken die Marvell-Technologien Infineon auch in anderen Bereichen wie IoT, Physical‑AI und Robotik. So sind Infineon-Mikrocontroller wie AURIX, PSOC und MOTIX beispielsweise zentrale Bauelemente, um humanoide Roboter die Wahrnehmung ihrer Umgebung in Echtzeit sowie die Verarbeitung dieser Daten und darauf basierende Interaktionen zu ermöglichen. Damit ermöglichen und verbinden sie fortschrittliches Computing, intelligente Aktorik und Motorsteuerung, Konnektivität und intelligente Edge‑Funktionen. Das PSOC-Portfolio kommt mit seinen skalierbaren, gesicherten und energieeffizienten Mikrocontroller‑Lösungen zudem in Smart‑Home‑Systemen, industriellen Steuergeräten und vernetzten IoT‑Geräten zum Einsatz.

"Unser unermüdliches Engagement, Innovationen schnell in Kundennutzen zu übersetzen, unsere herausragenden Systemlösungen und unsere starken Kundenbeziehungen spiegeln sich in diesem großartigen Marktergebnis wider", freut sich Andreas Urschitz, Chief Marketing Officer und Mitglied des Vorstands von Infineon, über die gelungene Verteidigung der Spitzenposition und ergänzt: "Stärker als der Markt zu wachsen, ist eine direkte Folge unserer kontinuierlichen Investitionen in Technologie und unserer engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern weltweit."

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