Microsoft-Spezialist Insys jetzt im Himmel über Bielefeld
Eines vorweg: Bielefeld gibt es tatsächlich, so leibhaftig wie es Insys gibt – 1991 von Thomas Honemeyer gegründet. Nun zieht das Systemhaus um und zwar ins Bielefelder H1. Im Hochhaus dort eröffnet das hierzulande größte UniFi-Demo-Center des Netzwerkherstellers Ubiquiti.
35 Jahre nach der Gründung von Insys bezieht das Systemhaus neue Büroräume und zieht in die 16. Etage des bekannten Bielefelder H1-Hochhauses. Über 700 Quadratmeter groß - in der höchsten Büroetage Ostwestfalen-Lippes - ist der neue Hauptsitz des 1991in Detmold gegründeten und seit 15 Jahren in Bielefeld ansässigen IT-Systemhauses. 21 Jahre jung war Vorstand Thomas Honemeyer, als er Insys gegründet hatte. Später kam mit Hamburg eine weitere Niederlassung hinzu.
Über 80.000 Microsoft-365-User betreut Insys. CRN hat Thomas Honemeyer schon ein paar Mal persönlich getroffen. In Bielefeld waren wir aber noch nie, haben uns aber beim Besuch von Synaxon in Schloß Holte-Stukenbrock bis auf wenige Kilometer jener Stadt genähert, die wie keine andere gegen Vorhaltungen ankämpfen muss, nicht existent zu sein.
Enterprise Partner des US-Herstellers Ubiquiti und UniFi Professional Integrator
Vom ehemaligen Telekom-Haus, fast 113 Meter hoch samt Antennenaufbau, können Honemeyer und sein Team über die Region Ostwestfalen blicken. Wenn Kunden da sind, kommen sie nicht wegen des schönen Ausblicks auf den Teutoburger Wald und das Hermannsdenkmal. Sondern sie informieren sich im UniFi-Democenter über Switching und Routing, über WiFi-Infrastrukturen, die Kamera-, Sensor- und Zutrittslösungen ins Netzwerk einbinden. Über 40 verschiedene UniFi-Produkte werden im größten UniFi-Democenter Deutschlands dauerhaft vorführbereit stehen. Kunden können alle Komponenten live erleben und Konzepte gemeinsam mit den Technikteams der Insys vor Ort planen.
Der neue Standort im H1 wird außerdem als Schulungscenter für UniFi-Technologien dienen. Kunden und Partner erhalten hier praxisnahe Trainings rund um das gesamte UniFi-Ökosystem von zertifizierten UniFi-Trainern. Denn Insys ist Enterprise Partner des US-Herstellers Ubiquiti und UniFi Professional Integrator. Bundesweit realisieren die Bielefelder Netzwerk-, Sicherheits- und Zutrittskontrolllösungen.
Von Ostwestfalen nach Hamburg und Dubai
Insys betreue eigenen Angaben zufolge mehrere 10.000 Lizenzen von Microsoft 365 und habe bereits über 300 Cloud-Migrationen "namhafter Unternehmen" begleitet. Die Spezialisierung auf Microsoft unterstreicht das Systemhaus durch mehrere Schwerpunkte: Sicherheit, Modernes Arbeiten und Azure Infrastruktur sowie als Direct Cloud Solution Provider. Viel Erfahrung als Microsoft Cloud-Partner in Deutschland hat sich Insys in mehr als drei Dekaden erarbeitet, hat alle Phase der Transformation dieses Herstellers erlebt, bisweilen durchleiden müssen. Insys war übrigens seinerzeit der erste Microsoft Partner in Europa mit der Gold-Zertifizierung für Office 365.
Und den mittelständischen Dienstleister zieht es in die Ferne: Hamburg haben wir bereits erwähnt. In Zukunft wird Insys auch in Dubai als autorisierter Ubiquiti Enterprise Partner tätig.
4digital Gruppe
Insys AG ist zudem Gründungsmitglied der 4digital Gruppe, einem Zusammenschluss von vier Unternehmen – Insys, Louis Internet, Strategic IT und der Kanzlei Panienka –, die gemeinsam mehr als 70 Experten für IT und digitale Transformation bündeln. 4digital begleitet mittelständische Unternehmen und Konzerne bei der Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Prozessen und deckt dabei ein breites Spektrum ab: von IT-Infrastruktur und Cybersecurity über digitale Markenstrategie und CRM bis hin zu Datenschutz und IT-Recht. Die Unternehmen sind rechtlich selbständig und nicht etwa unter einem Holding-Dach vereint, wie viele andere Konstrukte aus der Private Equity-Szene, an die IT-Unternehmer ihr Systemhaus verkaufen.
Ein solcher Schritt scheint für Insys-Chef Thomas Honemeyer nicht in Frage zu kommen, bzw. noch nicht. Der 55-Jährige brennt nach wie vor für das Systemhaus-Business und Digitalisierung. Man nennt ihn deshalb auch "Brandstifter", weil er als Unternehmer begeistern und Feuer in anderen entfachen kann und nicht unter Stühle legen muss, wie das weniger intelligente Führungskräfte bisweilen so machen, um ihre Karriere zu beschleunigen.
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