Robotik-Konkurrenz: Auch Komsa vertreibt Kuka

Mit dem IT-Distributor Komsa nimmt ein weiterer wichtiger Grossist das Portfolio des Automatisierungsherstellers Kuka in sein Programm auf. Durch die Vereinbarung verschärft sich der Wettbewerb mit TD Synnex, die ebenfalls auf den Wachstumsmarkt für physische Künstliche Intelligenz setzen.

Komsa-CSO Steffen Ebner setzt bei der Vereinbarung mit Kuka auf den wachsenden Markt für Industrierobotik und autonome mobile Systeme (Foto: Komsa)


Der Vertrieb von Industrierobotik und autonomen mobilen Systemen gewinnt im IT-Channel an Dynamik. Die Handelsgruppe Komsa hat eine strategische Partnerschaft mit dem Augsburger Robotikspezialisten Kuka geschlossen, um deren Autonome Mobile Roboter (AMR) über das eigene Reseller- und Systemhausnetzwerk zu vertreiben. Ziel der Kooperation ist es, vor allem mittelständischen Unternehmen den Einstieg in die automatisierte Intralogistik und Fertigung zu erleichtern. Damit baut Kuka seine Präsenz im indirekten Vertriebskanal weiter aus.

Verschärfte Konkurrenzsituation

Mit dem Markteintritt von Komsa entsteht eine direkte Konkurrenzsituation zu TD Synnex (CRN.de berichtete). Der global agierende IT-Grossist hatte vor knapp zwei Wochen ebenfalls eine Partnerschaft mit Kuka für Europa und Nordamerika vereinbart. Beide Distributoren versprechen sich von der Kooperation erhebliche Marktchancen. Für Kuka eine komfortable Situation: Der Hersteller nutzt das Vertriebsnetz der beiden Handelskonzerne, um seinen bisher stark fragmentierten Go-to-Market-Ansatz zu konsolidieren und eine breitere Masse an Systemhäusern und Integratoren zu erreichen.

Bluestar soll TD Synnex stärker machen

Für TD Synnex ist die Vereinbarung mit Kuka Teil einer umfassenden Strategie im Bereich der physischen Künstlichen Intelligenz. Wie TD-Synnex-CEO Patrick Zammit im Interview mit den Kollegen von CRN.com erläuterte, setzt der Konzern verstärkt auf die Konvergenz von Operational Technology (OT) und klassischer Informationstechnik (IT). Um diese Schnittstelle zu besetzen, kündigte der Distributor zudem die geplante Übernahme des Spezialgrossisten Bluestar an, der auf Erfassungs- und Logistiktechnologien wie Barcode-Scanner und Industriedrucker fokussiert ist.

Komfortable Entwicklung für Systemhäuser

Durch die parallelen Vereinbarungen von TD Synnex und Komsa öffnet sich für Systemhäuser ein breiterer Zugang zu komplexen Automatisierungslösungen. Beide Distributoren positionieren sich damit jetzt in einem Marktsegment, das durch das Zusammenspiel von Hardware, Software und KI-Infrastruktur rasch an Bedeutung gewinnt und traditionelle Grenzen zwischen IT-Vertrieb und Industrieautomatisierung auflöst. Systemhäuser und Integratoren, die hier Marktchancen sehen und expandieren wollen, können künftig in Sachen Kuka sehr gut miteinander vergleichen, welcher Distributor sie am besten unterstützt und wo auch finanziell und hinsichtlich Lieferfähigkeit die Konditionen stimmen.

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