KI und digitale Souveränität: Suse will schneller auf Markttrends reagieren
KI streitet so rasant voran und fordert Softwareanbieter heraus: sie müssen KI-Innovationen zügig in ihre Lösungen integrieren. Und, auch ein Trend in Europa, digitalsouveräne IT-Lösungen anbieten. Suse holt dafür zwei erfahrene Spezialisten ins Top-Management.
Fast jede Pressemitteilung, die eine neue IT-Lösung oder ein Update ankündigt, ist eine KI-Meldung. Künstliche Intelligenz ist mittlerweile ein fester Bestandteil jedes Clients. In den neusten Datenbrillen, die jüngst auf dem MWC in Barcelona vorgestellt wurden, ist "On-Device-Inferenz" integriert, also KI-Funktionalität. Meta mit seinen schicken Ray Ban-Brillen hat hier sprichwörtlich die Nase vorn bei der KI. Das will Suse mit seiner Software für Linux Enterprise Server auch. Daher hat sich der Open-Source-Anbieter personell verstärkt, um den Fokus auf "verstärkt auf innovative Produktentwicklung und schnelle Ingenieurleistung zu legen". Suse soll agiler werden – "über verschiedene Funktionen hinweg".
Mehr Geschwindigkeit in die Produktentwicklung bringen, auf Markttrends schnell reagieren: das sind die Aufgaben zweier neuer Top-Manager, die Suse zu sich geholt hat: Nicholas Dimotakis und Astor Carlberg. Dimotakis ist VP Global Technology Sales. Carlberg fungiert als Direktor Open Source Sovereignty and Community Engagement.
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Dimotakis, ehemals VP Worldwide Field Engineering bei Canonical, soll eine "nahtlose Zusammenarbeit zwischen technischer Exzellenz und den weltweiten Außendienstaktivitäten sicherzustellen". Carlberg, zuletzt Geschäftsführer von OpenForum Europe, ist dem erst kürzlich gegründeten Digital Sovereignty-Team innerhalb der Strategieorganisation von Suse zugeordnet, teilt der Anbieter mit.
Kunden entscheiden, wie sie Suse beziehen wollen
Die Wahlfreiheit des Bezugs seiner Lösungen, neben Datenhoheit und Datenschutz, gehört zur Kernstrategie des Open-Source-Pioniers. Kunden können KI-Workloads über Cloud-, On-Premises-, hybride und über "vollständig isolierte Umgebungen" hinweg betreiben - Governance-Standards würden in jedem Fall eingehalten werden. Was Suse dabei festgestellt hat, ist eine "Lücke zwischen technischer Umsetzung und Marktanforderungen". Die soll jetzt mit den beiden Managern und einer organisatorischen Maßnahme geschlossen werden. Suse hat seine Geschäftsbereiche für Lösungen von vier auf sechs erweitert. Die sechs Geschäftsbereiche sind: Linux, Cloud Native, Edge, KI, Telekommunikation und SAP.
"Unsere neue Struktur reagiert direkt auf das Feedback unserer Partner und Kunden sowie auf die aktuellen Marktentwicklungen", kommentiert Thomas Di Giacomo, Chief Technology and Product Officer bei Suse. Man wolle Kunden "noch gezielter bei komplexen Herausforderungen unterstützen", so Di Giacomo. "Dieser einheitliche Ansatz ist entscheidend, da unsere Kunden zunehmend integrierte Lösungen benötigen, die digitale Souveränität und Resilienz gewährleisten und ihnen die Kontrolle über ihre Daten und Technologiestacks sichern". Nicholas Dimotakis und Astor Carlberg seien "zwei ausgesprochen Open-Source-Experten", freut sich Di Giacomo über die Verstärkung.
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