KI-Offensive von Pax8: "Das nächste Kapitel der Wirtschaft kleiner Unternehmen"

Pax8 startet seine heute beginnende EMEA-Partnerkonferenz Beyond in Kopenhagen mit neuen KI-Angeboten: das KI-"Betriebssystem" 8os und vorkonfigurierte Agents 8bot. Mit 8os können MSPs auf der Plattform von Pax8 "agentische Belegschaften" und andere KI-Tools bei ihren Kunden einrichten und verwalten. "All diese Intelligenz muss gesteuert, verwaltet und in konkrete Geschäftsergebnisse überführt werden. Genau dafür haben wir 8os und 8bot entwickelt", sagt Pax8-CEO Scott Chasin.

8os und 8bot würden "Managed Intelligence wiederholbar und skalierbar" machen, so Pax8-CEO Scott Chasin. In die Lösungen sind "Partnererfahrungen" eingeflossen, sagt Produkt-Chefin Libby McIlhany auf der Pax8 Beyond in Kopenhagen, die am Montag gestartet ist. (Foto: CRN)

KI-Lösungen für die bei den meisten Unternehmen typischerweise ähnlich anfallenden Arbeiten so zu standardisieren, dass IT-Dienstleister sie einführen und verwalten können, so wie sie Microsoft365 oder andere Applikationen verkaufen, installieren und auch betreiben. Massengeschäft mit KI-Tools für klar umrissene Aufgaben also, die repetitiv sind und automatisiert werden können. Die zugeschnitten sind auf die überwiegend kleineren MSPs und deren Kunden, die sich keinen KI-Stack mit Nvidia GPUs für mehrere Zehntausend Euro leisten können und auch nicht leisten müssen.

"Unsere Partner haben uns gesagt, dass sie KI-Mehrwert liefern möchten, ohne für jeden Kunden eine individuelle Lösung entwickeln zu müssen", sagt Libby McIlhany, die bei Pax als Chief Product Officer die Entwicklung leitet. Dieses Feedback ist in die am Montag erstmals neu vorgestellten Lösungen 8os und 8bot geflossen – KI-"Betriebssystem" und "agentische Belegschaft" nennt sie Pax8.

"Wir haben 8os und 8bot mit Blick auf die Partnererfahrung entwickelt. Damit geben wir ihnen eine wirksame Möglichkeit, die in den Unternehmen ihrer Kunden eingesetzte KI zu verwalten und zu steuern, sowie einen vorkonfigurierten KI-Mitarbeiter, der sich einfach bereitstellen lässt", erläutert McIlhany. MSPs, respektive "Managed Intelligence Provider (MIP) wie Pax8 die nächste Stufe der IT-Serviceanbieter bezeichnet – könnten mit diesen Lösungen ihren mittelständischen Kunden "weltweit messbare Ergebnisse liefern und KI in großem Maßstab zu einem gemanagten, wiederkehrenden Service machen", beschreibt die Entwicklungs-Chefin von Pax8 die Vorteile schneller KI-Einführungen, weil sie standardisiert sind.

Keine Kontrolle, Sicherheitsrisiken steigen

Mit 8os gibt Pay8 den MSPs ab nächstem Jahr eine Art KI-"Betriebssystem" an die Hand (Foto: CRN)

Neue Geschäftsmöglichkeiten für MSPs ist das eine. Das andere: Pax8 reagiert mit seiner KI-Offensive auf das Chaos, das offenbar bei KMU-Klientel der IT-Dienstleister prächtig zu bestaunen ist. Längst ist KI auch im Mittelstand angekommen, aber der Wildwuchs von Tools müsste IT-Leiter (falls vorhanden) um den Schlaf bringen, wie der jüngste "Pax8 SMB AI Pulse Report" beschreibt: In einem Markt mit einer schnell wachsenden Zahl von Anbietern und Angeboten fehle weitgehend die Kontrolle, was zu erheblichen Sicherheitsrisiken führt. 90 Prozent der KMU nutzen laut dem Report KI. Aber nur 23 Prozent verfügen über eine dokumentierte Richtlinie für deren Einsatz. Fast die Hälfte der KMU stelle Schatten-KI im Unternehmen fest. Werkzeuge für Governance und Kostenkontrolle seien kaum verfügbar. "Kosten und Risiken lassen sich schwerer nachverfolgen. Den Unternehmen fehlt ein einheitlicher Ansatz, um KI zu kontrollieren und isolierte Produktivitätsgewinne in beständige Geschäftsergebnisse zu überführen", so der Blick von Pax8 auf die Kunden von MSPs.

Die Antwort von Cloud-Marketplace-Anbieter Pax8: eine zentrale Plattform für MSPs, damit sie diese fragmentierte KI-Landschaft bei ihren Kunden beseitigen, Kontrolle übernehmen und seine sichere KI-Nutzung innerhalb des IT-Betriebs ermöglichen. Dazu steht ab kommendem Jahr das KI-"Betriebssystem" 8os, das Pax8 in seiner "bewährten Commerce-Infrastruktur" MSPs zur Verfügung stellt. Pilotpartner testen aktuell die KI-Angebote. Über diese Plattform laufen auch die vorkonfigurierten, gemanagten KI-Mitarbeiter, die Pax8 unter 8bot im Angebot führt. Über die Plattform von Pax8 verwalten laut dem Anbieter rund 47.000 IT-Dienstleister und MSPs weltweit 800.000 KMU.

In seiner Keynote auf der Beyond in Kopenhagen gibt sich Pax8-Chef Scott Chasin gewohnt visionär und stellt 8os und 8bot in der Hand von "Managed Intelligence Providern" quasi als basisdemokratische Werkzeuge für Millionen Unternehmen vor. "KI wird zu einem Mitarbeiter, und das verändert, was kleine Unternehmen von ihren Technologiepartnern benötigen".

Die "agentische Belegschaft", so der CEO, "wird unterschiedliche Agenten, Modelle, Werkzeuge und Anbieter umfassen, und all diese Intelligenz muss gesteuert, verwaltet und in konkrete Geschäftsergebnisse überführt werden. Genau dafür haben wir 8os und 8bot entwickelt." Mit 8os und 8bot schreibe Pax8 "das nächste Kapitel der Wirtschaft kleiner Unternehmen", so Chasin.

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