Kaseya baut auf KI, Plattform – und Europa

Auf seiner Partnerkonferenz Connect Europe betonte Kaseya die Nähe zu den europäischen Partnern und stellte diesen seine neuesten KI- und Automatisierungsfunktionen vor, die MSPs helfen sollen, Abläufe zu standardisieren, schneller zu wachsen und Compliance-Anforderungen effizienter zu erfüllen.

CEO Rania Succar verspricht den Ausbau des Partnernetzwerks in Europa weiter mit voller Geschwindigkeit voranzutreiben (Foto: Lars Bube)

Kaseya sieht in Europa und insbesondere in Deutschland und dem DACH-Gebiet noch ein gigantisches Wachstumspotenzial, das sich der Hersteller neben den Innovationen auf Produktebene und den Neuerungen im Partnerprogramm nicht zuletzt auch durch mehr Nähe erschließen will. Hautnah erleben lässt sich diese Entwicklung bei der europäischen Partnerkonferenz Connect Europe. Nachdem der bisherige Austragungsort in Dublin für die stark wachsende Partnerlandschaft zu klein wurde, wich der RMM-Anbieter in diesem Jahr nach Prag aus und kann an der Moldau mit rund 1.500 Partnern direkt den nächsten Teilnehmer-Rekord feiern.

Schon in ihrer Eröffnungskeynote zeigt sich CEO Rania Succar direkt stolz, dass unter ihnen auch mehr als 300 Vertreter deutscher MSPs und Systemhäuser sind. Für sie ein klarer Beleg, dass die Charme-Offensive auf dem deutschen Markt, zu der organisatorische Bemühungen wie der Aufbau des Standorts in München mit Michael Hon-Mong als lokalem Vertreter genauso gehören wie stärkere Lokalisierungsanstrengungen auf technischer Ebene, die erhoffte Wirkung entfaltet und mehr IT-Dienstleister zu Kaseya bringt. Zudem sendet Succar auch gleich eine klare Botschaft, wie diese Reise weitergeht: Der nächste Stopp von Kaseyas Europa-Express ist Hamburg, wo vom 22. bis 24. Juni 2027 die nächste Connect Europe stattfinden wird. Kaseya hat also in Deutschland weiterhin viel vor.

"Europa ist ein äußerst wichtiger Markt für Kaseya und bleibt ein zentraler Bestandteil unserer langfristigen Wachstumsstrategie", erklärt Dermot McCann, Executive Vice President und General Manager International bei Kaseya und verspricht: "Wir investieren weiter in die Region und konzentrieren uns darauf, praxisnahe Innovationen bereitzustellen, die spürbaren Mehrwert bieten.“

Kaseya Intelligence als Fundament der Plattform

"Die IT-Branche hat Techniker jahrelang dazu aufgefordert, sich an Software anzupassen. Wir haben beschlossen, das zu ändern." Pratik Wadher, Chief Technology Officer, Kaseya (Foto: Lars Bube)

Im Hinblick auf diese Innovationen will Kaseya die deutschen und internationalen Partner dabei vor allem mit der nächsten Ausbaustufe seiner KI-Initiative Kaseya Intelligence abholen. Mit dieser entwickelt der Anbieter die Technologie weiter zur Basis einer offenen, agentenbasierten Plattform für IT-Management und Cybersecurity. Besonders im Fokus stehen dabei selbstredend die Managed Service Provider, denen Kaseya mit den Neuerungen verspricht, immer mehr wiederkehrende niederschwellige Service-Aufgaben stärker zu automatisieren und die Arbeit in den bestehenden Tool-Umgebungen durch die native Integration in die Plattform zu vereinfachen.

Produktreigen, Partner und Party in Prag

Dank entsprechender APIs soll das nicht nur innerhalb der App-Welt und Plattform des Herstellers funktionieren, sondern zugleich die Möglichkeit schaffen, Kaseya Intelligence auch direkt in die bereits an die bereits im Einsatz befindlichen Tools inklusive KI-Angeboten wie Copilot oder Claude anzubinden, sodass die Partner ihren bestehenden Stack damit zusammenführen und managen können. Das soll es den MSPs vereinfachen, Analysen, Automatisierung und operative Workflows im Tagesgeschäft nahtloser in bestehende Prozesse zu integrieren und sie so deutlich effizienter nutzen zu können.

Dabei können die KI-gestützten Agenten und Digital Specialists laut Kaseya automatisch Probleme und ungewöhnliche Ereignisse identifizieren, Maßnahmen vorschlagen und diese nach Freigabe auch direkt umsetzen, samt peripheren Aufgaben wie der Aktualisierung von Tickets und der Erstellung der gewünschten Dokumentationen und Berichte. Insbesondere in Umgebungen mit vielen Kunden, Tickets und standardisierten Serviceprozessen verspricht das verkürzte Bearbeitungszeiten und eine Steigerung der operativen Effizienz und Skalierbarkeit, die sich zugleich positiv auf die Kundenzufriedenheit und die eigene Marge auswirkt. Ein Early-Access-Programm ist für Ende 2026 geplant, der reguläre Start für 2027.

"Mit Kaseya Intelligence schaffen wir die erste wirklich offene, agentenbasierte IT-Plattform", verspricht Pratik Wadher, Chief Technology Officer von Kaseya. "Sie integriert sich nahtlos in bestehende Tools wie Claude und Microsoft Copilot. Techniker erhalten dort Echtzeit-Einblicke und können Probleme automatisiert lösen, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen. Das ist keine Funktion, sondern ein grundlegender Wandel in der Art und Weise, wie IT-Arbeit erledigt wird."

Neue Features und Apps im Akkord: Compliance, SIEM und CO

"Mit Kaseya Intelligence bringen wir fortschrittliche Erkenntnisse und Automatisierung direkt in die Tools, auf die IT-Teams täglich angewiesen sind. Dadurch arbeiten unsere Partner und Kunden in ganz Europa effizienter, erfüllen regulatorische Anforderungen leichter und bieten ihren Kunden einen noch größeren Mehrwert." Dermot McCann, Executive Vice President und General Manager International, Kaseya (Foto: Lars Bube)

Nachdem das Fundament der Plattform steht, arbeitet Kaseya nun mit zunehmender Geschwindigkeit an ihrer Erweiterung. So umfasste das jüngste Release dem Unternehmen zufolge mehr als 175 Neuerungen. Hervorgehoben wurden hier unter anderem einige Agentic Digital Specialists, Unified Cyber Resilience und Kaseya SIEM. Viele dieser Funktionen und Möglichkeiten sind für bestehende und potenzielle Partner vor allem dann relevant, wenn sie damit Sicherheits- und Betriebsaufgaben konsolidieren und sie als zusätzliche Services vermarkten können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Compliance. Kaseya richtet die Plattform nach eigenen Angaben zunehmend an europäischen Sicherheitsstandards wie EUCS aus und adressiert zugleich Anforderungen wie ISO 27001 und NIS2. Für MSPs, die Kunden beim Nachweis regulatorischer Vorgaben unterstützen müssen, sollen automatisierte Prüf- und Korrekturmechanismen den Aufwand im Betrieb senken und Projekte besser skalierbar machen. So unterstützt der Compliance Manager GRC nun offiziell UK Cyber Essentials v3.3. Zudem kündigt Kaseya mit Compliance Monitor Automatic Remediation eine Funktion an, die Compliance-Probleme auf Endgeräten automatisch über Datto RMM beheben soll. Gerade für Service Provider mit vielen verwalteten Systemen kann das den manuellen Aufwand deutlich reduzieren.

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