GFT eG: Telekommunikation verliert, Sicherheitstechnik wächst
Der genossenschaftliche Einkaufs- und Dienstleistungsverbund GFT eG hat auf seiner Generalversammlung in Bad Neuenahr einen Rückgang im Zentralfakturierungsgeschäft von 4,2 Prozent bekanntgegeben. Der Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt eine heterogene Marktentwicklung.
Die in Düsseldorf ansässige Genossenschaft für Unternehmen der Telekommunikations- und Sicherheitsbranche mit aktuell 216 Mitgliedsunternehmen blickte im Rahmen ihrer Generalversammlung auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück. Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Zurückhaltung und spürbare Unsicherheiten im Markt machen sich auch in der Geschäftsentwicklung der Mitgliedsunternehmen bemerkbar. Gleichzeitig habe sich angesichts des schwierigen Marktumfelds "die Stabilität und Belastbarkeit des genossenschaftlichen Verbundes" gezeigt. Vorstandssprecher Birger T. Aasland sprach von einer bewussten Rückbesinnung auf die Grundlagen der Genossenschaft, nämlich "Solidarität, Verantwortung und Vertrauen.“
Unterschiedliche Geschäftsentwicklung
Der Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt eine heterogene Marktentwicklung. Während der Bereich IT und Telekommunikation marktbedingt einen Rückgang auf 76 Millionen Euro verzeichnete, wuchs der Bereich Sicherheitstechnik um 9,8 Prozent. Der Cloud- und Carrier-Markt entwickelte sich im Jahr 2025 stabil.
Vor dem Hintergrund eines insgesamt schwierigen Marktumfelds und angesichts gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten erzielten die GFT-Mitgliedsunternehmen im Zentralfakturierungsgeschäft ein Volumen von 136,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungen an die Mitglieder beliefen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.
Die Zahl der Mitgliedsunternehmen blieb mit 216 stabil. Damit sieht die GFT eG eine "kontinuierliche Relevanz und Verlässlichkeit" für sich. Im Rahmen der Generalversammlung wurden Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Michael Brase wurde von den Mitgliedern als Aufsichtsrat bestätigt und im Anschluss in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.
Namensänderung beschlossen
Verschiedene strategische Maßnahmen sollen ab dem Geschäftsjahr 2025 zu einer Modernisierung der Genossenschaft beitragen und unter dem Strich für neue Wachstumsfelder sorgen. Ein sichtbares Zeichen der eingeleiteten Modernisierung setzten die Mitglieder mit einem Beschluss zur Namensänderung: Die bisherige GFT Gemeinschaft Fernmelde Technik eG firmiert künftig als GFT eG. "Die GFT hat sich längst über ihren historischen Fernmelde-Charakter hinaus entwickelt. Mit der Namensänderung tragen wir dieser Entwicklung Rechnung und unterstreichen unseren Anspruch, die Modernisierung der Genossenschaft konsequent weiterzuführen", so Vorstandssprecher Aasland.
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