Fsas und Bytec feiern Perlenhochzeit – 500 Server auf Lager, sofort verfügbar

Ein Riesenkonzern schließt mit einem kleinen Distributor eine Vertriebspartnerschaft, die bis heute nicht nur hält: Während der Konzern mehrmals wechselt, bleibt Bytec der wichtigste Distributor der Fujitsu-Tochter Fsas. Partner profitieren beim Kauf von Fujitsu-Servern bis heute von der Flexibilität der Friedrichshafener – eine deutsch-japanische Musterehe mit einem Mittelständler.

Bytec-Chef Reinhold Egenter (li.) und Fsas-Manager Santosh Wadwa lassen 30 Jahre Partnerschaft Revue passieren, bevor Hersteller und Disti ins turbulente Jahresendgeschäft gehen (Foto: Reinhold Egenter/Linkedin)

1996 war die Bytec gerade mal frisch im Distributionsmarkt unterwegs. Ingenieur und Gründer Matthias Bodry hatte sein sechs Jahre zuvor gegründetes Systemhausgeschäft hinter sich gelassen und zog einen Distributionsvertrag an Land, den es so noch nicht gegeben hatte im deutschen Hardwarehandel. Die große Siemens-Nixdorf betraute Bodrys Bytech nun auch dem B2B-Vertrieb seiner Server. Zuvor hatten sich die Friedrichshafener mit dem Vertrieb des Unix-Betriebssystems Sinix von Siemens-Nixdorf hervorgetan. Bodry schwor nicht nur auf Linux, er zeigte die nötige Leidenschaft eines Unternehmers und Technikbesessenen. "Als Ingenieur braucht man doch Benzin in Blut", sagte er einmal im CRN-Interview.

Bytec war vor drei Jahrzehnten ein Startup mit gerade einmal 20 Beschäftigten. 30 Jahre ist das nun her. Bytec-Chef Reinhold Egenter und Fsas-Manager Santosh Wadwa feierten letzte Woche Perlenhochzeit – zünftig mit einer Maß Bier auf der Wiesn. Im Video auf Linkedin blicken sie auf diese ungleiche Business-Ehe, die noch heute trägt: Der Riesenkonzern Fujitsu aus Japan mit seiner Tochtergesellschaft Fsas Technologies in Deutschland (Nachfolger aus der Ära Fujitsu Siemens Computer und später nur Fujitsu) und Bytec aus Friedrichshafen.

1996 hatte Egenter gerade seit einigen Jahren sein Informatikstudium an der TU München in der Tasche und stieg wenig später als Sales-Direktor bei Bytec ein. Wadwa war 12 Jahre jung, flüchtete 1986 mit seinen beiden Geschwistern und den Eltern aus Afghanistan nach Deutschland – "fast nichts im Gepäck, außer der nackten Hoffnung auf Überleben". Was für eine Karriere, was für eine Business-Partnerschaft, auf die die beiden Manager heute zurückblicken!

Bodrys Nachfolger Egenter und sein Team haben die Fujitsu-Distribution groß gemacht hierzulande, sind durch Höhen und Tiefen gegangen, wie das zwischen Hersteller und Disti und einer Ehe nun mal vorkommt.

Wadwa hatte mehrfach die Transformation des Fujitsu-Konzerns miterlebt und gestaltet: Das Aus für das Augsburger Fertigungswerk, der Rückzug aus dem PC-Geschäft, die Umfirmierung der Fujitsu Technology Solutions (FTS) und Neuaufstellung der Fsas Technologies vor zwei Jahren. Immer treu an Seite: Distributor Bytec.

Jahresendgeschäft 2026: "Jetzt zuschlagen!"

Zusammen stellte man das noch heute gültige Channel-Programm "Value für You" auf: Standard-Server auf Lager der Distribution (Bytec und Also) und von Partnern speziell konfigurierte Server. Damals war Build-to-Order (BTO) neu und durchaus ein Risiko. Der japanische Konzern habe "viel Mut gezeigt", sagt Egenter. Bytec die nötige "Flexibilität und ausgezeichneten Support für Partner", lobt Wadwa.

Ein wenig Nostalgie, Innehalten und kurz nachdenken, was Partnerschaft gedeutet, sei beiden Managern zur Perlenhochzeit gestattet. Bevor in wenigen Wochen die wichtigste und turbulenteste Zeit bis Ende des Jahres anbricht.

Im Update mit der Channel-Presse läutet der Fasa-Manager das diesjährige Jahresendgeschäft ein und gibt einige Details dazu. Rund 500 Maschinen der Entry-Server stehen in den Lägern der Distributoren, die es "zu Sonderpreisen" gibt. "Jetzt zuschlagen zu erträglichen Preisen", rät er Systemhäusern. Die Lagerware sei sofort verfügbar.

Und auch bei den auf Partner-Wunsch gefertigten Servern im BTO-Verfahren gäbe es "eine extrem gute Verfügbarkeit", so Wadwa. Je nach gewählten Komponenten. Einige Enterprise-SSDs und CPU-Typen "haben jedoch weiterhin eine begrenzte Bestandsabdeckung bzw. keine Lieferzusagen von Intel". Aktuelle Verfügbarkeiten werden Partnern im BTO-Konfigurator angezeigt.

Gerade für Public-Kunden, die ihr Budget bis Jahresende ausgeben müssen, lohne es sich, noch rechtzeitig zuzuschlagen. "Das Pricing bleibt in Q4 relativ stabil". Ab Januar könnte sich die Preisspirale wieder nach oben drehen, sagt Wadwa.

Last Order für Server aus den Lägern von Bytec und Also ist der 18. Dezember, für BTO ist 22. November der letzte Bestelltag, damit die Ware dieses Jahr noch zugestellt wird.

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