Freshworks übernimmt Robusta Dev

Der kalifornische KI-Anbieter Freshworks hat die Übernahme von Robusta Dev bekanntgegeben. Das Unternehmen ist auf KI-gestützte Störungsanalysen spezialisiert und unterstützt IT-Teams dabei, Ausfälle und Störungen so zu untersuchen, wie es erfahrene IT-Experten tun würden.

Auf Expansionskurs: Freshworks hat Robusta Dev Ltd. übernommen, einen Spezialisten für KI-gestützte Störungsanalysen (Grafik: Freshworks)

Freshworks expandiert weiter rasant durch Akquisitionen. Es hat jetzt das Unternehmen Robusta Dev Ltd. übernommen, den Anbieter einer Incident-Intelligence-Engine, die mithilfe von KI technische Störungen untersucht, deren Ursachen ermittelt und Abhilfemaßnahmen empfiehlt.

Mit der Übernahme will Freshworks die Kompetenzen im Bereich Incident-Management und IT-Betrieb weiter stärken. Geschlossen werden soll die Lücke zwischen Diagnoseintelligenz, IT-Service-Management und Incident-Orchestrierung, die von Plattformen wie FireHydrant unterstützt wird.

Übernahme folgt auf Übernahme

Mit Device42, FireHydrant und nun Robusta Dev will Freshworks eine Grundlage für eine produktübergreifende ServiceOps-Plattform schaffen, die IT-Assets, Software- und KI-Ausgaben, Incident Response und IT-Betriebsprozesse miteinander verknüpft. Erst Mitte Oktober hatte Freshwiorks den Anbieter Torii übernommen, einen Spezialisten für Software-Management und KI-gestützte Ausgabenkontrolle.

Die Lösung von Robusta Dev dürfte hinsichtlich der unternehmensstrategischen Ziele hilfreich sein: Sie identifiziert die Ursachen von Problemen, liefert entsprechende Nachweise und empfiehlt Maßnahmen zur Behebung. So erhalten Bereitschaftsteams direkt eine Diagnose, anstatt lediglich über eine Störung benachrichtigt zu werden. Die Lösung funktioniert wie ein KI-Site-Reliability-Engineer, der stets auf Abruf bereitsteht.

Bessere Fehlerbehebung bei Vorfällen

Ziel ist es, diese Funktionen durch eine gemeinsame Datenbasis, künstliche Intelligenz und integrierte Workflows zu verbinden. IT-Teams erhalten somit den notwendigen Kontext, um Vorgänge und Zusammenhänge besser zu verstehen, Störungen schneller zu beheben und den manuellen Aufwand zu reduzieren. "LLMs eignen sich hervorragend zur Fehlerbehebung bei Vorfällen", erläutert Natan Yellin, Mitbegründer und CEO von Robusta. "Unsere Technologie ermöglicht es KI-Agenten, dies in großen Unternehmensumgebungen effektiv zu tun, in denen es so viele Rohereignisse gibt, dass die individuelle Untersuchung jedes einzelnen aus Sicht der Token-Kosten unerschwinglich wäre." Durch die Integration in Freshworks erhofft sich Yellin eine bessere Größe und Plattform, um Engineering-Teams erreichen zu können.

Der Hauptsitz des börsennotierten Unternehmens Freshworks befindet sich in San Mateo, Kalifornien (USA). Das 2010 ursprünglich in Chennai (Indien) gegründete Softwareunternehmen verlegte seinen Hauptsitz im Jahr 2018 in die USA und ist seit 2021 an der Nasdaq-Technologiebörse gelistet. Es beschäftigt rund 4.500 Mitarbeitende.

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