Ex-Also Deutschland-Chefin steigt bei Bechtle ein

Nach einer längeren Pause ist Simone Blome-Schwitzki wieder zurück im Channel und das auf Partnerseite: Die Managerin steigt als Geschäftsführerin in der größten Systemhausgesellschaft von Bechtle ein.

Erhielt auf ihr Linkedin-Post zum neuen Job bei Bechtle sehr viele Glückwünsche von Also-Kolleginnen und -Kollegen, von Ex-Mitarbeitern des Distributionskonzerns sowie von Hersteller-Managern: Simone Blome-Schwitzki (Foto: Also)

Nach ihrer Demission bei Also 2023 hat man von Deutschland-Chef Simone Blome-Schwitzki zunächst nichts gehört. Nun ist sie wieder im Channel, und zwar als Geschäftsführerin Bechtle Systemhaus Bonn. Mit rund 780 Mitarbeitenden ist diese Gesellschaft das größte Systemhaus der dezentral aufgestellten Systemhausorganisation von Bechtle, die mehr als 100 eigenständge GmbHs umfasst.

Bechtle Systemhaus Bonn wird seit vielen Jahren von einem Trio geführt, zu dem Christian Behma, Thomas Teitge und Waldemar Zgrzebski gehören. Letzterer wird in wenigen Monaten in den verdienten Ruhestand gehen. Bis dahin wird Blome-Schwitzki eingearbeitet.

"Wir stellen damit zu einem frühen Zeitpunkt schon sicher, dass wir nach dem Ausscheiden von Waldemar Zgrzebski – er geht zum Ende des laufenden Jahres in Rente – ein bereits sehr gut eingespieltes dreiköpfiges Geschäftsführungsteam aus Simone Blome-Schwitzki, Christian Behma und Thomas Teitge im Einsatz haben werden", teilte Bechlte auf Nachfrage von CRN mit.

Das Systemhaus holt sich mit der 50.-jährigen Blome-Schwitzki eine erfahrene Managerin ins Haus und schafft, wie man betont, "ein Wunschszenario, das einen reibungslosen, geordneten Übergang sicherstellt, mit einer geplanten Zielstruktur in der Geschäftsführung".

Simone Blome-Schwitzki hatte in ihrer Zeit bei Also Bechtle als einen Großkunden behandelt. Nun dreht sie den Spieß um. Bechtle bewegt als handeltreibendes Systemhaus in Europa Hard- und Software in Milliarden-Höhe, setzt dabei auf meherere Zulieferer aus der Distribution. Wobei Beschaffung und Logistik Zentralaufgaben sind, damit sich die Systemhäuser als Lösungspartner ganz auf die Kunden vor Ort konzentrieren können. Diese dezentrale Verantwortung der jeweiligen "Territorialfürsten", die auf zentrale Leistungen wie Logistik, HR und Finanzen oder Competance Center in den Regionalhäusern zurückgreifen, begründet den Erfolg von Deutschlands größtem Systemhaus.

Steile Karriere während 16 Jahren bei Also

Simone Blome-Schwitzki hatte bis Sommer 2023, als sie offiziell bei Also ausschied, 16 Jahre für den Distributionskonzern gearbeitet. Noch unter dem alten Firmennmen Actebis Peacock stieg sie in die BU Clients ein und legte eine steile Karriere hin: Die Managerin stieg bis zur Sprecherin der Geschäftsführung Also Deutschland auf, zuletzt nahm sie eine beuroäpische Funktion ein. Ihr Abschied kam letztlich überraschend, aber sicher nicht unvorbereitet.

Zuvor hatte der damalige Also-CEO Gustavo Möller-Hergt im Sommer 2022 ihren Kollegen Andreas Ruhland geschasst. Wie viel Minuten Zeit er sich am Telefon nahm und Simone Blome-Schwitzki ihre Demission eröffnete, ist nicht bekannt.

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