Sicherung "volatiler" Microsoft 365-Umgebungen: "Eine große Chance für MSPs"

Dauernde Veränderungen, die Microsoft vornimmt, stellen MSPs vor Herausforderungen – einerseits. Andererseits: "jeden Aspekt" der Sicherheit und Verwaltung von Microsoft 365-Umgebungen abzudecken, kann sich für MSPs als Vorteil erweisen. Mit einer hierfür ausgelegten Plattform kann das gelingen – und eröffnet ein eher psychologisches "Problem".

Mit Prävention lässt sich Ruhm nicht verdienen. Systemhausgründer Franz Obermayer weiß das nur all zu gut. Denn die Foxit ist MSSPs und auf Security spezialisiert. (Foto: CRN)

Der US-Anbieter von Sicherheits- und Verwaltungsplattformen Augmentt möchte MSPs dabei unterstützen, "alle Aspekte" von Microsoft 365 abzudecken und zwar zu jeder Zeit. Up-to-date bleiben mit den vielen Veränderungen, die Microsoft in seinen Cloud-Applikationen vornimmt, ist gar nicht so einfach. Chris Allen, Vice President of Sales bei Augmentt sprach während einer Sitzung auf der XChange March 2026, einer Veranstaltung, die diese Woche von der CRN-Muttergesellschaft The Channel Company in Orlando, Florida, ausgerichtet wurde.

Vor einem Publikum aus MSP-Führungskräften erklärt Allen, dass Augmentt entwickelt wurde, um MSPs dabei zu helfen, die "sich ständig weiterentwickelnde und verändernde Umgebung" von Microsoft einfacher zu verwalten und zu schützen. "Microsoft ist volatil und verändert sich häufig. Daher müssen wir in der Lage sein, uns anzupassen und agil zu sein", sagt er.

Das Beste geben "und dann findet man etwas anderes"

Chris Allen, Vice President of Sales beim US-Dienstleister für MSPs, Augmentt: Wenn alles gut läuft und es keine Sicherheitsverletzungen gibt, fragt sich ein Kunde möglicherweise, ob der MSP tatsächlich etwas leiste? (Foto: CRN)

Das Potenzial von Augmentt, einigen der Volatilitäten von Microsoft 365-Umgebungen entgegenzuwirken, ist laut Andrew Trudgeon, CTO bei DAGI, einem MSP mit Sitz in London, Ontario, "faszinierend". Ohne Zweifel sei die Verwaltung und Sicherung der sich ständig verändernden Microsoft 365-Umgebung eine ständige Herausforderung, so Trudgeon. "Man versucht, sein Bestes zu geben - und glaubt auch, dass man sein Bestes gibt. Und dann findet man etwas anderes", sagt er.

Letztendlich sei die Microsoft 365-Umgebung so vielschichtig, weil Microsoft ständig etwas verändere, so Trudgeon. "Sie aktualisieren die Funktionsweise der Mandanten und die Art und Weise, wie sie Dinge kennzeichnen." Dieses Problem der "Volatilität", wie er es nennt, könnten die bestehenden Plattformen für MSPs nicht lösen. Der Systemhaus-Manager merkt an, dass er zahlreiche verschiedene Tools ausprobiert habe, um "das Problem" zu beheben.

Der MSP-Dienstleister Augmentt scheint über Funktionen zu verfügen, die die kontinuierlichen Änderungen in Microsoft 365 für MSPs "viel leichter verdaulich" machen, so Systemhaus-Manager Trudgeon. Im Idealfall habe man jemanden wie Augmentt, "der sich im Hintergrund darum kümmert".

Insgesamt ist Microsoft 365 eine breit gefächerte Plattform, die "eine Chance für Wachstum ist. Sie sollten sicherstellen, dass Sie jeden Aspekt davon abdecken", sagt Allen von Augmentt zu den MSP-Besuchern der CRN-Veranstaltung XChange. "Wenn es um die Absicherung der Konfiguration, die Erkennung rund um die Uhr und die Berichterstellung geht, decken wir alle Aspekte ab", wirbt Allen für die Lösung seines Unternehmens.

Grundproblem, wenn alles reibungslos funktioniert - "There is no glory in prevention"

Insbesondere das Reporting sei von entscheidender Bedeutung, da MSPs auf diese Weise ihren Kunden gegenüber nachweisen könnten, dass sie sich tatsächlich um die Cybersicherheit kümmern, sagt Chris Allen von Augmentt. "Als MSP werden Sie sicher oft gefragt: 'Wofür bezahlen wir Sie eigentlich?' ", so Allen. Mit anderen Worten: Wenn alles gut läuft und es keine Sicherheitsverletzungen gibt, fragt sich ein Kunde möglicherweise, ob der MSP tatsächlich etwas leiste? Im Saal gab es viel zustimmendes Kopfnicken, weil die meisten MSPs, wenn sie proaktiv arbeiten, diese Überlegung ihrer Kunden sehr gut kennen.

Kommt es hingegen zu einer Sicherheitsverletzung, werde der Kunde unweigerlich dieselbe Frage stellen, so Allen. "wenn Sie die Arbeit leisten, müssen Sie in der Lage sein, dem Kunden zu vermitteln, was Sie tun", so sein Ratschlag.

MSPs sollen nicht reaktiv, sondern proaktiv Gefahren abwehren und Probleme der Kunden-IT lösen, bevor Systeme ausfallen, so das Idealmodell in der IT-Service-Branche. So richtig dieser Präventionsansatz ist, so klar sollte es für Anbieter sein, ihre Leistung dem Kunden auch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Schriftliche Reporting ist eine Möglichkeit. Regelmäßige Besprechungen mit den Kunden, sei es vor Ort oder per Video, eine gute Ergänzung.

Ganz wird man den falschen Eindruck der Untätigkeit eines hervorragend arbeitenden MSSPs nicht beseitigen können. Franz Obermayer, Gründer des Systemhauses Foxit, Security-Experte und Auditor kennt dieses psychologische Phänomen des Präventions-Paradoxon. "There is no glory in prevention", zitierte Obermayer einst im Gespräch mit CRN – in der Vorbeugung liegt kein Ruhm.

Der Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com und wurde von CRN Deutschland ergänzt.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden