David Beckham ist neuer Markenbotschafter für Lenovo

Lenovo ist inoffizieller Technologiepartner der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Herren und Frauen. Der Hersteller hat Unternehmer David Beckham so zusagen als Innovationsbotschafter engagiert. Englands Fußball-Seele wartet auf etwas ganz anderes als KI.

"David [abgebildet] ist nicht nur eine weltweit bekannte Persönlichkeit in den Bereichen Fußball, Wirtschaft und Kultur, sondern auch jemand, der versteht, wie Innovation die Welt verändern kann", sagt Lenovo-CEO Yuanqing Yang. (Foto: Lenovo)

Partnerschaft zweier globaler Weltmarken: Lenovo als weltweit führender PC- und Serversteller und Fußballer David Beckham. Der bekannte britische Fußballkapitän von 2000 bis 2006 hat nach seiner aktiven Karriere die Vermarktung der Marke Beckham recht erfolgreich inszeniert. Nun tritt der 50.-Jährige bei der kommenden Fußballweltmeisterschaft für Herren und Frauen in den USA und Mexiko an der Seite von Hersteller Lenovo auf.

Im Rahmen dieser "einzigartigen Partnerschaft", so Lenovo, soll er an der Entwicklung von sportorientierten, KI-gestützten Lösungen mitwirken, "die das Spiel für Vereine, Spieler, Offizielle und Fans revolutionieren". Ziel: Beckham soll überzeugend rüberbringen, dass Teams bessere Leitungen schaffen, Fans bessere Erlebnisse erzielen, überhaupt die Abläufe effizienter werden und neue Einnahmequellen durch KI-gestützte Innovationen sprudeln. Das PR-Kunststück, in einem Satz so viel blümerante wie äußerst vage Anforderungen unterzubringen, ist schon mal hervorragend gelungen.

Dabei ist Lenovos Absicht doch recht simpel zu erklären: Fußball-WM und ein Altstar wie Legende David Beckham können Fans mobilisieren. Wenn diese sich nicht am Geschäftsgebaren eines mittlerweile zumindest fragwürdigen Weltfußballverbands und seines exponierten Chefs stören und eines Gastgeberlandes wie der USA.

Wie Lenovo David Beckham inszenieren wird? Als Persönlichkeit, weit über den Fußballplatz hinaus. "Ob jemand seinen Arbeitsalltag über ein einziges Gerät organisiert, ein Kleinunternehmer mit wenig Ressourcen mehr erreichen will oder ein Unternehmen die Zusammenarbeit seiner Teams neugestaltet – David Beckham soll genau diese unterschiedlichen Perspektiven greifbar machen und zeigen, wie die richtige Technologie Menschen dabei unterstützen kann, ihr Potenzial auszuschöpfen", so die PR-Regie von Lenovo. Beckham trifft in allen Lagen ins Schwarze, also. Schön, wenn ihm das früher als Fußballer gelungen wäre, könnte man feixend anmerken und sich als Fan des Deutschlandteams über das eigene Versagen bei den letzten beiden WM-Turnieren hinwegtrösten.

KI ist Englands so lange unbefriedigte Fußball-Seele so ziemlich egal

Und was sagt David Beckham zur Partnerschaft mit Lenovo? "Lenovo ist ein weltweit führendes Unternehmen mit einer langjährigen Erfolgsgeschichte auf den größten Bühnen der Welt. Ich bin stolz darauf, bei der FIFA-Weltmeisterschaft und darüber hinaus mit Lenovo zusammenzuarbeiten. Fußball wird immer durch Talent, Instinkt, harte Arbeit und die unvergesslichen Momente geprägt sein, die diesen Sport so besonders machen", sagt er.

Heute würden KI und Daten dabei helfen, "den Sport besser zu verstehen – sie beeinflussen, wie sich Spieler und Trainer vorbereiten und wie Fans mit dem Spiel in Verbindung treten", ist die Datenökonomie auch bei Englands Weltfußballer angekommen. Viel wichtiger als KI wäre für ihn und der englischen Fußball-Seele allerdings, dass die Nation den legendären Fifa-Pokal am 19. Juni 2026 im New York New Jersey Stadium vor mehr als 80.000 Zuschauer in die Höhe heben könnte.

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