Databricks investiert 400 Millionen Dollar in Deutschland
Mit einem Investment von 400 Millionen US-Dollar will Databricks seine Position im deutschen und europäischen Markt stärken. Das Geld soll unter anderem in einen neuen Standort in Frankfurt sowie den Ausbau der KI-Forschung und -Entwicklung und des dafür notwendigen Personals sowie in Qualifizierungsmaßnahmen fließen.
Databricks kündigt an, in den nächsten drei Jahren insgesamt rund 400 Millionen US-Dollar in Deutschland zu investieren. Damit will das Unternehmen die notwendige Basis schaffen, um den stark wachsenden Bedarf an KI-Lösungen für sich zu nutzen, den das Unternehmen unter anderem mit seiner serverlosen Postgres-Datenbank für KI-Agenten Lakebase sowie dem KI-Agenten Genie bedient, einem Chat-Interface für Datenabfragen. Ein großer Teil des Geldes fließt direkt in den Ausbau der lokalen Präsenz, die um eine neue Niederlassung in der wichtigen Rechenzentrumsregion Frankfurt am Main erweitert wird. Zugleich werden der bestehende R&D-Standort des Data-Lake-Plattformanbieters in Berlin deutlich ausgebaut und das Büro in München vergrößert.
Damit will Databricks nach eigenen Angaben die Beziehungen zu wichtigen lokalen Kunden wie Adidas, der Deutsche Börse Group, Mercedes-Benz und der Porsche Holding Salzburg intensivieren. "In Deutschland sind einige der innovativsten Unternehmen ansässig, die wir bereits dabei unterstützen, unternehmensgerechte KI-Anwendungen und -Agenten auf Basis ihrer eigenen Daten zu entwickeln", erklärt Daniel Holz, VP Central Europe bei Databricks. "Durch den Fokus auf die Einführung von Lakebase und Genie haben wir die echte Chance, ihnen dabei zu helfen, schneller voranzukommen. Gleichzeitig verstärken wir unsere Rolle im Herzen der Daten- und KI-Community in Deutschland."
Fachkräfte für die KI-Revolution
Ein weiterer Teil des Investitionsprogramms sind Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Data Engineering, Analytik, maschinelles Lernen (ML) und generative KI für bis zu 50.000 Fachleute. Damit will Databricks die sich zunehmend auftuende Lücke im Schulungs- und Ausbildungsbereich schließen. Während zwar 80 Prozent der deutschen Unternehmen KI als die prägende Technologie der Zukunft betrachten und 95 Prozent in den nächsten fünf Jahren in KI und ML investieren wollen, bieten laut Bitkom aktuell nur acht Prozent auch die dafür notwendigen Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter an.
Hierfür will Databricks einerseits mit seinem University Alliance-Programm in Zusammenarbeit mit akademischen Einrichtungen wie der University of Applied Sciences Osnabrück, der Technischen Hochschule Ulm, der Hochschule-Bonn-Rhein-Sieg, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg schon bei der Ausbildung ansetzen, um die Zahl der nachkommenden KI-Fachkräfte zu erhöhen. Zugleich sollen vorhandenen Fachkräften leicht zugängliche, digitale Lernpfade zur Weiterqualifizierung sowie Unterstützung bei der praxisorientierten Zertifizierung für die Entwicklung produktionsreifer KI-Agenten angeboten werden. Darüber hinaus veranstaltet der Anbieter entsprechend ausgerichtete Databricks AI Days, von denen die nächsten drei noch im Frühjahr in Frankfurt, Lausanne und Wien stattfinden.
"Es ist unerlässlich, Studierende, Unternehmen und Partner dabei zu unterstützen, mit der sich rasch wandelnden KI-Landschaft Schritt zu halten", ist Holz überzeugt. "Die richtigen Daten- und KI-Kompetenzen sind entscheidend, damit deutsche Unternehmen jeder Größe KI skalieren und auf europäischer Ebene wettbewerbsfähig bleiben können."
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