Für MSPs: Bitdefender macht KI-Risiken transparent und wehrt sie ab

Alltag in jedem zweiten Unternehmen: Beschäftige nutzen KI-Tools nach Gutdünken, die IT hat keine Kontrolle darüber, auch Richtlinien fehlen. Auf der Streckte bleiben Datenschutz und IT-Sicherheit. Gefahren im Vorfeld identifizieren und abwehren, das soll eine neue Erweiterung in der Security-Plattform "GravityZone" von Bitdefender leisten.

"Die Einführung von KI schreitet schneller voran, als die meisten Sicherheitsteams bewältigen können". Daniel Daraban, Vice President of Products bei der Bitdefender Business Solutions Group (Foto: Bitdefender)

Bitdefender hat diese Woche "GravityZone AI Visibility and Control" vorgestellt, ein sperriger Begriff für eine Lösung, der aber den Vorteil hat, dass der Zweck dieser Software im Namen steckt: KI sichtbar machen und kontrollieren. Viele IT-Verantwortliche können USB-Ports, Cloud-Laufwerke oder Domains sperren, welche KI-Tools Beschäftigte in ihrem Unternehmen nutzen, diesen Überblick haben sie nicht. Und er fehlt möglicherweise auch MSPs, die die Infrastruktur eines Kunden managen. Daher blüht Schatten-KI. "GravityZone AI Visibility and Control verschafft Unternehmen und Managed Service Providern (MSPs) die Sichtbarkeit über die Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeiter und gibt ihnen die Möglichkeit, die damit verbundenen Risiken proaktiv zu minimieren", stellt der Security-Anbieter Bitdefender seine neuste Erweiterung in seiner Plattform vor. Der Bedarf scheint riesig zu sein.

Sicherheits- oder Compliance-Vorfälle durch Schatten-KI

In einer weltweiten Bitdefender-Umfrage unter 1.200 Cybersicherheitsexperten gaben nämlich fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent – unter den deutschen Befragten 43 Prozent) an, keinen vollständigen Überblick über die Nutzung von KI-Tools durch ihre Mitarbeiter zu haben. Ist das schlimm? Wo doch mindestens die Hälfte aller Vorgesetzen (Schätzungen von CRN) nicht wissen, was ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den ganzen langen Tag tun. Ja, beides ist schlimm. Letzteres kann auch Bitdefender nicht transparent machen. Das mit der Schatten-KI, die böse ausgehen kann, sehr wohl. Experten von Gartner gehen nämlich davor aus, dass bis 2030 über 40 Prozent der Unternehmen Opfer von Sicherheits- oder Compliance-Vorfällen werden, die im Zusammenhang mit nicht autorisierter KI-Nutzung stehen.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Bitdefender GravityZone AI Visibility and Control als Erweiterung für seine einheitliche Plattform für Sicherheit, Risikomanagement und Compliance, Bitdefender GravityZone, entwickelt. GravityZone AI Visibility and Control nutzt den GravityZone-Agenten, um in allen Umgebungen nach KI-Tools und -Anwendungen zu suchen. Es bewertet jeden Befund und ordnet ihm ein Risikolevel zu. So würden IT- und und Sicherheitsteams "den notwendigen Kontext" erhalten, "um Sicherheitslücken zu priorisieren und bei Gefahren mit der höchsten Priorität Abhilfe zu verschaffen", so der Hersteller.

KI-gestützte Angriffe – Reaktionszeit war einmal

Warum Vorsorge besser und billiger ist als "Nachsorge" durch die IT-Security-Feuerwehr, müsste eigentlich jeder wissen. Denn fast jedes Unternehmen wurde schon mal gehackt. Viel Reaktionszeit sollte man nicht verstreichen lassen, wenn die Systeme kompromittiert sind, und dieses Zeitfenster wird immer kürzer. KI-gestützte Angriffe vollziehen sich mittlerweile mit maschineller Geschwindigkeit, wodurch sich die Zeitspanne zwischen der ersten Kompromittierung und den Auswirkungen verkürzt.

"Eine rein reaktive Strategie zur Erkennung und Reaktion reicht nicht mehr aus. Unternehmen müssen einen präventiven Ansatz verfolgen, um Angriffe so früh wie möglich zu unterbinden und Schwachstellen zu schließen, bevor diese ausgenutzt werden können", rät Bitdefender.

Lücke schließen

GravityZone, die Bitdefender-Plattform für einheitliche Sicherheit, Risikomanagement und Compliance, bietet mit MDR, XDR und GravityZone PHASR (Proactive Hardening and Attack Surface Reduction) bereits ein gutes Schutzschild. Das neue GravityZone AI Visibility and Control ist ein weiter Baustein, "auf dem Weg zu Bitdefenders Ziel, die Sicherheit in den Betriebsabläufen der Kunden im Zeitalter der KI zu vereinfachen", so der Hersteller.

Daniel Daraban, VP Produktentwicklung bei der Bitdefender Business Solutions Group spricht von einer "Lücke", die sich immer stärker zeigt, nämlich: "Die Einführung von KI schreitet schneller voran, als die meisten Sicherheitsteams bewältigen können". Daher bleiben Risiken unentdeckt. "Um diese Lücke zu schließen, ist eine Herangehensweise an die Sicherheit erforderlich, für die Prävention an erster Stelle steht und die Gefahren im Vorfeld identifiziert und stoppt, bevor sie überhaupt die Erkennungs- und Reaktions- oder höhere Abwehrebenen erreichen".

GravityZone AI Visibility and Control übertrage "genau diese Denkweise auf die KI, sodass Unternehmen diese Technologie vertrauensvoll und ohne unnötige Risiken oder Mehraufwand nutzen können", sagt Daraban.

GravityZone AI Visibility and Control ist ab sofort für Neu- und Bestandskunden unter Windows verfügbar. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme sei geplant, so Bitdefender.

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