Being Felix Zwayer: Lenovo macht Fans zum WM-Schiri
Während England und Argentinien heute Abend noch darum kämpfen, wer ins Finale der Fußball-WM einziehen wird, haben es zwei andere Akteure bereits geschafft: Spanien, das sich gegen Frankreich durchgesetzt hat und Lenovo, das mit seinen Schiedsrichterkameras auch uns Couch-Potatoes mitten ins Spielgeschehen holt.
Einen Platz für das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft, das am Sonntag im MetLife-Stadion vor den Toren New Yorks ausgetragen wird, zu bekommen, kann angesichts der enormen Nachfrage auf dem Schwarzmarkt und den horrenden Ticketpreisen, die dank des dynamischen Preismodells schon im Normalverkauf horrend sind, getrost als ein Ding der Unmöglichkeit bezeichnet werden. Noch schwieriger ist es einzig, einen Platz auf dem Feld selbst zu ergattern. Entweder muss man dafür sehr gut Fußball spielen und das nötige Quäntchen Ehrgeiz und Glück haben, es bis in die Elitekader zu schaffen. Oder aber, man setzt auf eine ganz andere Art von Technik als fußballerische Dribbelkünste.
Wie das geht, zeigt den geneigten Fußball-Enthusiasten weltweit dieser Tage Lenovo. Mit seinem "Referee View" ist der IT-Hersteller schon seit dem ersten Anstoß auf dem Platz, oder genauer auf dem Kopf der Schiedsrichter, präsent und wird es dementsprechend auch im großen Finale wieder sein. So können hunderte Millionen Fernsehzuschauer mit im Mittelkreis und am Strafraum stehen und erleben, welche Eindrücke sich den 23 Beteiligten auf dem Platz bieten. "Aufbauend auf unseren Erfahrungen aus der Formel 1, bei der Kameras unter anspruchsvollsten Bedingungen eingesetzt werden, nutzen wir dieses Know-how nun auch bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft, um die Perspektive des Schiedsrichters in Echtzeit sendefähig zu machen", erklärt Art Hu, Chief Information Officer von Lenovo und Chief Technology & Delivery Officer der Solutions and Services Group.
Im Durchschnitt wird diese Perspektive laut FIFA bei jedem Spiel drei Mal verwendet, meist bei besonders wichtigen Entscheidungen. Für die Abermillionen von selbsterklärten Couch-Trainern und Regelexperten bieten sich damit Einblicke, die so manche glasklar geglaubte Entscheidung nochmals in ein ganz anderes Licht rücken können. Zudem nutzen auch die Übertragungspartner die ihnen darüber hinaus zur Verfügung gestellten Bilder der Schiri-Cams, um das Geschehen und auch so manche Diskussion aus der Sicht der Unparteiischen zu beleuchten. Sehr zur Freude der Zuschauer, die von den Aufnahmen direkt mit aufs Feld genommen werden. Laut einer Umfrage von Lenovo kennen mehr als drei Viertel der WM-Zuschauer das System bereits und sind fast ausnahmslos (91 Prozent) begeistert von der Perspektive aus unmittelbarer Nähe zum Spielgeschehen.
Vom Schüttelshake zum Fernsehbild
Um den Zuschauern dieses "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl zu ermöglichen, ist allerdings einiger Aufwand nötig. Das beginnt schon bei der Kamera, die einerseits so leicht, unauffällig und sicher befestigt sein muss, dass sie den Schiedsrichter nicht stört oder gar behindert, während sie zugleich Bewegtbilder in hoher Qualität unterbrechungslos per Funk abliefern muss. Und dann beginnt erst die eigentliche Aufgabe: Denn die Originalbilder wären durch die vielen schnellen und teils ruckartigen Bewegungen wohl eher dazu geeignet, den Zuschauern Kopfweh zu bereiten als Freude. Deshalb werden die Originalaufnahmen mithilfe der KI-gestützten Videoanalyseplattform von Lenovo in Echtzeit stabilisiert und in sendefähige Qualität überführt. Laut Hersteller gelingt es der KI dabei, das Kamerawackeln um bis zu 60 Prozent zu reduzieren, ohne dass dadurch die Dynamik und Intensität verloren gehen, die diese Perspektive ausmachen.
"Mit der Referee View erhalten Fans einen Einblick in das Spiel, der bislang nicht möglich war – pünktlich zum größten Sportereignis der Welt", freut sich Hu über den eigenen Erfolg bei der WM. "Durch die Kombination aus KI und fortschrittlicher Videoanalyse verwandeln wir schnelle, dynamische Aufnahmen in ein nahtloses Broadcast-Erlebnis." So kann sich der Zuschauer dank fortschrittlicher KI-Technologie auch ein wenig als Teilnehmer fühlen und heute Abend vielleicht Lionel Messi oder Harry Kane aus der Ich-Perspektive den entscheidenden Elfmeter zusprechen.
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