Bechtle-Aktie legt stark zu nach Erhöhung der Jahresprognose
CEO Thomas Olemotz könnte sich mit einer Rekordbilanz 2026 von Bechtle verabschieden. Das Systemhaus legt im 2. Quartal bei Umsatz und Gewinn kräftig zu, obwohl die Rahmenbedingungen für die IT-Branche nach wie vor schwierig sind.
Bechtle wird dieses Jahr wohl an die guten Jahre vor 2025 anknüpfen und könnte 2026 mit einem Rekordjahr abschließen. Es wäre für den zum Jahresende in den Ruhestand gehenden CEO Thomas Olemotz ein versöhnlicher Abschied. Seit 2007 ist er Bechtle, seit 2009 als Vorstandsvorsitzender. Am Dienstag hob Bechtle die Jahresprognose "deutlich" an: Beim Geschäftsvolumen rechnet das Systemhaus nun mit einem Wachstum von mehr als 10 Prozent, die Prognose für den Umsatz und das EBT erhöht Bechtle auf eine Spanne von 5 bis 10 Prozent. Die Geschäfte laufen nach vorläufigen Zahlen für das 2. Quartal wieder sehr gut, beim Auftragsbestand verzeichnet Bechtle ein Rekordniveau.
Die Börse reagiert positiv auf die Erhöhung der Prognosen: Am Dienstag schloss die Bechtle-Aktie mit einem Plus von 17 Prozent auf 37,08 Euro im Xetra-Handel. Am Mittwochvormittag geht es weiter leicht bergauf: Gegen Mittag notieren die Papiere im Computerhandel bei 37,24 Euro. Im März war die Bechtle-Aktie bei 25,76 Euro noch auf einem 12-Monatstief notiert.
16 Prozent Umsatzwachstum im 2. Quartal – EBT legt um 20 Prozent zu
Das Geschäftsvolumen erreichte im 2. Quartal 2026 rund 2,27 Mrd. Euro und lag circa 18 Prozent über Vorjahr. Bechtle schrieb einen Umsatz von rund 1,73 Mrd. Euro – ein Plus von mehr als 16 Prozent gegenüber Vorjahr. Positiv: über alle Segmente und allen Kundengruppen hinweg wachse Bechtle, teilt das Unternehmen mit.
Mit etwa 80 Mio. Euro Vorsteuergewinn (EBT) habe der europäische IT-Dienstleister ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht und "damit die Markterwartung sehr deutlich übertroffen." Die Entwicklung im ersten Halbjahr habe gezeigt, "dass Bechtle mit den unverändert herausfordernden Rahmenbedingungen in der IT-Branche bislang gut zurechtkommt", teilt der Vorstand mit.
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