Bayerische Justiz vergibt 250-Mio.-Auftrag an Bechtle

Das Systemhaus Bechtle/Regensburg wird für das bayerische Justizministeriums künftig den IT-Betrieb, Support und Hardwarebeschaffung für rund 17.500 Arbeitsplätze übernehmen und löst den bisherigen Dienstleister CGI ab. Auch die Berliner Arktis IT Solutions wird als externer Dienstleister eine Rolle spielen.

Bechtle München/Regensburg - Anne Langens und Roland König – wollen die bayerische Justiz auf ihrem Weg der digitalen Transformation langfristig begleiten (Foto: Bechtle)

Das Systemhaus Bechtle München/Regensburg hat die Ausschreibung "Betrieb bajTECH" des bayerischen Justizministeriums über den Betrieb der IT-Infrastruktur gewonnen. Der auf sechs Jahre anberaumte neue Rahmenvertrag hat ein Auftragsvolumen von bis zu 250 Mio. Euro und umfasst die Betreuung von zwei Rechenzentren sowie 220 Standorte in Bayern mit insgesamt rund 17.500 IT-Arbeitsplätzen. Bechtle wird somit als externer Dienstleister die IT-Versorgung der Landesbehörde übernehmen und ersetzt damit CIS Deutschland, den deutschen IT-Dienstleister des kanadischen IT-Konzerns CGI.

Der Landesbehörde ist auch das hauseigene IT-Servicezentrum (Jus-IT) unterstellt, das mit rund 400 Beschäftigten als interner Dienstleister des bayerischen Justizministeriums fungiert.

Im Mittelpunkt stehe laut Bechtle die Betreuung der zentralen IT-Plattform "bajTECH", über die digitalen Arbeitsplätze sowie IT-Services der bayerischen Justiz bereitgestellt werden. Daneben zählen Managed Services, Projekt- und Beratungsleistungen sowie die Versorgung mit IT-Hardware zum Leistungsspektrum.

Der Übergang von CIS zu Bechtle startet bereits in diesem Jahr, nach einer Transition übernimmt Bechtle die Betriebsverantwortung ab Januar 2027. Bechtle unterstütze die Gerichte und Staatsanwaltschaften des Freistaats Bayern dabei, "die Digitalisierung konsequent voranzutreiben und den Mitarbeitenden eine sichere, moderne und leistungsfähige IT-Arbeitsumgebung bereitzustellen", teilt das Systemhaus mit.

Zum Leistungsumfang gehören unter anderem die Betreuung von Domäne, Infrastruktur, Clients, Support- und Service-Desk-Leistungen sowie Unified Communications und die technische Ausstattung von Besprechungs- und Sitzungssälen. Optionale Leistungsbestandteile umfassen laut Bechtle zusätzliche Projektkontingente, Migrationen zentraler Dienste zu einem staatlichen Rechenzentrum sowie den Ausbau spezialisierter Kommunikationsinfrastrukturen.

Nicht nur IT-Betriebsverantwortung

Die Gesamtverantwortung für das Projekt liegt beim Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg. Für die Leistungserbringung arbeiten mehrere spezialisierte Einheiten innerhalb der Bechtle Gruppe sowie ausgewählte Partner zusammen. So verantwortet etwa Bechtle Managed Services wesentliche Betriebsleistungen. Die Berliner Arktis IT Solutions ist als Ausstatter für den Betrieb der Sitzungssäle eingebunden.

"Die Anforderungen an die IT der Justiz verändern sich mit hohem Tempo – technologisch, organisatorisch und regulatorisch. Deshalb verstehen wir den Auftrag nicht nur als Betriebsverantwortung, sondern als langfristige Partnerschaft", sagt Anne Langens, Mitglied der Geschäftsleitung, Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg. Bechtle will für Sicherheit, Skalierbarkeit und die Weiterentwicklung der IT sorgen.

Ein besonderer Fokus liege laut Bechtle auf der Einhaltung höchster Sicherheitsstandards und Compliance-Anforderungen. Grundlage sind die Vorgaben der Informationssicherheit nach ISO 27001 auf Basis des BSI-Grundschutzes.

"Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute eine wesentliche Voraussetzung für eine moderne Justiz. Wir freuen uns, die bayerische Justiz auf ihrem Weg der digitalen Transformation langfristig zu begleiten und mit unseren Managed Services einen verlässlichen Beitrag zu Sicherheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur zu leisten", kommentiert Roland König, Geschäftsführer, Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg.

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