Aus Pure Storage wird "Everpure"
Pure Storage benennt sich um in "Everpure". Der neue Name soll verdeutlichen, dass effiziente Datenhaltung im KI-Zeitalter deutlich mehr erfordert als nur ihre Speicherung. Dazu passend kündigt Everpure die Übernahme des Datenklassifizierungsspezialisten 1touch an.
16 Jahre nach seiner Gründung ist Pure Storage Geschichte. Wie das Unternehmen mitteilt, firmiert es künftig unter "Everpure". An der Börse in New York tritt die Umbenennung am 5. März in Kraft, das Tickersymbol "NYSE: PSTG" bleibt jedoch unverändert erhalten. Der Speicherdienst-Anbieter will den Schritt weniger als Abschied von der Vergangenheit verstanden wissen, denn Wendepunkt zum Aufbruch in die KI-Zukunft, in der Daten und ihr Management eine noch bedeutendere Rolle spielen. "Everpure spiegelt das Unternehmen wider, zu dem wir geworden sind, indem wir Unternehmen dabei helfen, das volle Potenzial ihrer Daten auszuschöpfen", erklärt CEO Charles Giancarlo. "Es vereint die Leistungsfähigkeit unserer Enterprise Data Cloud-Architektur mit der Anpassungsfähigkeit von Evergreen und unterstreicht damit das, was uns seit jeher auszeichnet, wenn wir wichtige Märkte neu definieren."
Giancarlo und sein Management-Team sehen moderne Unternehmen durch den zunehmenden Einsatz von KI an einem kritischen Punkt angelangt, an dem klassische Infrastruktur-Ansätze mit isolierten Daten, manuellen Prozessen und unflexiblen Architekturen den mit der KI verbundenen Anforderungen an Umfang, Geschwindigkeit und Intelligenz nicht mehr gerecht werden können. Everpure zitiert dazu Studien, nach denen zwischen 70 und 95 Prozent der in Unternehmen gestarteten KI-Projekte ihre Ziele nicht erreichen. Das liegt demnach jedoch nur selten am Algorithmus, sondern in bis zu 80 Prozent der Fälle an einer mangelhaften Datenbasis, bei der schlechte Datenqualität, Inkonsistenz oder Unvollständigkeit die KI ausbremsen. Deshalb, so der Tenor, reichen selbst besonders effiziente Storage-Ansätze wie sie Pure Storage mit etabliert habe, nicht mehr aus. Vielmehr gehe es nun darum, die Daten darüber hinaus auch sicher, intelligent und einfach nutzbar für die weitere Verarbeitung, insbesondere durch und mit KI, verfügbar zu machen.
Anforderungen, die der Anbieter mit seiner auf der Everpure-Plattform basierenden Enterprise Data Cloud (EDC)-Architektur erfüllen will, indem sie den Speicher in eine einheitliche, virtualisierte Daten-Cloud integriert, die alle enthaltenen Datensätze global anhand von Richtlinien verwaltet und zentral von einer intelligenten Steuerungsebene gemanagt wird. Das soll eine agile und effiziente Datenverwaltung ermöglichen, die ohne komplexe manuelle Konfigurationen auskommt. "Durch die Reduzierung der Datenkomplexität kann Everpure unseren gemeinsamen Kunden einen greifbaren geschäftlichen Mehrwert und Sicherheit in Bezug auf Sicherheit und Compliance bieten", bestätigt John Beard, Europa-Geschäftsführer von Computacenter.
Everpure kauft 1touch
In diesem Sinne verstärkt sich Everpure gleich noch in diesem wichtigen Bereich und kündigt zeitgleich mit der Umbenennung die Übernahme von 1touch an. Der Datenmanagement-Spezialist verfügt über wichtige Technologien, die Daten über alle Datensätze und Umgebungen von SaaS bis zum Edge hinweg erkennen, klassifizieren, kontextualisieren und anreichern. Durch die Integration dieser Fähigkeiten wird die Everpure-Plattform um automatisierte Datenerkennung und semantischen Kontext erweitert. Das soll es den Anwendern ermöglichen, ihre Rohdaten unmittelbar KI-fähig zu machen und sie so deutlich schneller und einfacher in verwertbare Erkenntnisse umwandeln zu können.
"Daten sind das Lebenselixier des KI-Zeitalters, aber ohne die richtigen Kontrollen und den richtigen semantischen Kontext bleiben sie eine ungenutzte Ressource", führt Ashish Gupta, CEO und Präsident von 1touch, aus. "Durch den Zusammenschluss mit Everpure können wir die Hindernisse beseitigen, die Unternehmen bisher daran gehindert haben, den wahren Wert ihrer Daten zu realisieren". Durch den gemeinsamen Ausbau der Everpure-Plattform werde man "ein in der Branche unübertroffenes Maß an kontextbezogener Intelligenz bieten – und unseren Kunden damit die Grundlage geben, die sie benötigen, um KI-Projekte in Rekordgeschwindigkeit und mit Vertrauen von der Pilotphase in die Produktion zu überführen."
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